Fulminante Fasnachtseröffnung der «Lüütertüter Höudisriede»
Die 5. Jahreszeit ist so richtig lanciert, trotz allem und überhaupt: Am vergangenen Samstag lancierten die «Lüütertüter» die Fasnacht 2022 und kommen damit nicht wie die «Alte Fasnacht» zu spät, sondern als Allererste. Bei diesem frühen Highlight war der «Michelsämter» mit Begeisterung dabei. Vielerorts gilt sie ja als 5. Jahreszeit, die Fasnacht. Die einen lieben sie, die anderen können wenig oder gar nichts mit ihr anfangen. Am 11.11. um 11.11 Uhr startete sie offiziell, das Schnapszahl-Datum wird von eingefleischten Fasnächtlern regelrecht herbeigesehnt.
Das Monsterkonzert im Festzelt gleich zu Beginn um 18.30 Uhr animierte die Ricke Grunzer Ebersecken, die Chänubotzer Wolhusen, die Säulischränzer Eibu, die Jungguugger Doppleschwand, die Cocorico Hünenberg, die GuggeMusig Muota Gnomä, die Näburuugger Mosen, die Schlochthüüler Neuenkirch, die Dörfli Geister Ramersberg und die Latärneguugger Schötz zum fröhlichen Aufspielen. Die fasnächtliche Festgemeinde erlebte trotz langer Probepause durchwegs hochklassige Auftritte der «Guuggenmusigen» bei bereits ausgelassener Stimmung.
Grosse Fasnachtseuphorie und Nachholbedarf nach Festfreude
Kurz vor 22 Uhr war die Kapazität von 2500 Personen inklusive «Guuggen» und Helfern ausgeschöpft. Es kamen Besucher aus der halben Schweiz, man hörte alle Zentralschweizer Dialekte, aber auch viele Berner und Solothurner. Es war eine grosse Fasnachtseuphorie zu spüren und ein gewisser Nachholbedarf an sozialen Kontakten. Viele standen teilweise eine Stunde an, bis sie Einlass fanden, auch da strikte Zertifikats- und Ausweiskontrollen eingehalten werden mussten und viele Zusatzaufwände des OKs nötig waren, damit der Anlass sicher durchgeführt werden konnte.
Hat es noch irgendwo Gin?
Verschiedene DJ’s sorgten anschliessend dafür, dass die Stimmung zum Kochen gebracht wurde und die Fasnächtler ein erstes, sehr frühes Saisonhighlight erleben durften. Die Festlaune der Besucher war so gross, dass die Liste der noch erhältlichen, gebräuchlichsten Drinks am Schluss deutlich kürzer war als am Anfang. Um ca. 01.30 Uhr gingen einzelne sehr gefragte Getränke aus, was es noch nie gegeben hat. Doch im Improvisieren macht niemand den Fasnächtlern etwas vor.
Der Präsident der «Lüütertüter», Thomas Furrer, meinte am Tag nach dem Event erfreut: «Ich habe durchwegs positives Feedback der Besucher erhalten, soweit es mir zugetragen wurde. Das Wetterglück beim Fest sowie beim Auf- und Abbau hat uns die grosse, verantwortungsvolle Arbeit erleichtert». Er dankt seinem OK und den Helfern rund um die «Lüütertüter» für die riesige Arbeit. Es ist bei einem Anlass von diesen Ausmassen nie selbstverständlich, dass alles gut aufgeht und grössere Probleme vermieden werden können. Die Fasnacht ist damit so richtig lanciert, und das Michelsamt war schon mal das Epizentrum der ersten grossen Eruption.
Text und Bilder: Karl Heinz Odermatt