Zweitages-Gletscherwanderung Frauenbund Hildisrieden
Zwei Tage zwischen Bergsee, Gletscher und Himmel
Um 6.30 Uhr brachte der Bus die Gruppe am Samstag, 12. September, nach Luzern. Von da ging die Reise weiter nach Bern-Interlaken Ost-Grindelwald Terminal und schliesslich via Eigergletscher aufs Jungfraujoch.

Bereits aus der Ferne ist der Anblick des Aletschgletschers überwältigend. Doch wenn man direkt vor ihm steht, entlockt sein Umfang Staunen und Respekt. Die drei Seilführer Thomy, Angela und Pascal rüsteten die Gruppe mit Klettergurt, Reeperschnur, Steigeisen und Seil aus. Auf gings ins Abenteuer! Die Seilschaften traten die Wanderung mit Spannung an. Gletscherwanderungen erfordern von allen Teilnehmern stete Aufmerksamkeit, Disziplin und nicht selten auch Mut, um den Weg zwischen Spalten, Zerklüftungen und Gletschermühlen erfolgreich passieren zu können.
Aufstieg zur Konkordiahütte
Nach rund 5-stündiger Tour erfolgte der Aufstieg zur Konkordiahütte auf 2850 m ü. M. über eine freistehende Treppe mit 467 Stufen. Leider wird der Zustieg immer länger, da auch der Aletschgletscher jährlich an Masse verliert. Dieser verlangte der Gruppe einen echten Kraftakt ab. Doch die Mühe wurde mit dem Blick auf den gigantischen Gletscher bei wolkenlosem Himmel mehr als entschädigt.

Das Hüttenteam verwöhnte die zahlreichen Gäste mit einem nahrhaften Nachtessen. Ein letzter Blick zum Gletscher und zum Sternenhimmel rundete den ersten Tag vor dem Schlafengehen ab. Bereits um 5.15 Uhr holte der Wecker die Gruppe am Sonntag, 13. September, aus dem Schlaf, da wiederum eine lange Wanderung bevorstand.
Abstieg zurück zum Gletscher
Um 6.30 Uhr machte sich die Gruppe mit Klettergurt und Seil startklar für den steilen Abstieg. Für die 3½-stündige Gletscherwanderung Richtung Märjelensee in der Aletsch Arena machte man sich wiederum «gletschertauglich». Die Sonne auf den Berggipfeln kündigte schon bald den Anbruch des Tages an. Welch abwechslungsreiche, eindrückliche Tour der Gruppe auch heute vergönnt war!

Ausklang des zweiten Tages
Den Aufstieg zum Märjelensee schaffte man ohne Gletscherausrüstung geradezu behende. Man genoss die frühherbstliche, goldene Sonne und die Verfärbung der Alpwiesen. Die Erfrischung im Restaurant Gletscherstube gab der Gruppe Schub, um die einstündige Wanderung durch den Tunnel zur Fiescheralp gelassen anzutreten. Von da brachten sie Gondel und Zug zurück nach Hildisrieden.
«Thomy, die ganze Gruppe dankt dir von Herzen für die aufwendigen Vorbereitungen und die Gesamtleitung dieser Zweitages-Gletschertour», teilt der Frauenbund mit. «Du hast uns damit ein einmaliges, unvergessliches Erlebnis ermöglicht, das uns für immer in bester Erinnerung bleiben wird. Auch Angela und Pascal haben uns mit ihrer erfrischenden, ruhigen Art sicher durch die zwei Tage geführt. Man fühlte sich stets in guten Händen!»