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Fünf Tipps für Tagesausflüge in den Sommerferien 

Zur Ferienzeit und für alle Daheimgebliebenen präsentiert die Redaktion vom Anzeiger Michelsamt hier fünf Tipps für Tagesausflüge für jedes Alter.


Von Maria-Rickenbach locker aufs Buochserhorn

Immer eine lohnenswerte Wanderung und viel kühler als im Tal: Der Rundwanderweg von Maria-Rickenbach oberhalb von Dallenwil (NW), kräftesparend mit der Luftseilbahn zu erreichen, rauf über den Bleikigrat aufs Buochserhorn. Herrlich da oben: kein Bähnli, keine Zeichen von Zivilisation stören die Idylle. Und die Aussicht ist fantastisch. Via die Ochsenweid und das Arhölzli geht es dann wieder zurück in die Idylle Maria-Rickenbach, gemäss Eigenwerbung die natürlichste Energiezentrale der Schweiz. Hier lohnt sich eine Einkehr auf der Sonnenterrasse des Pilgerhauses – Santiago de Compostela light quasi… Die ganze Rundwanderung ist mit 4 Stunden bemessen, gute Wanderer schaffen es in deutlich kürzerer Zeit, die dann aber sicher wieder in Rast, Genuss und Einkehr investiert wird.

Luftseilbahn Dallenwil-Niederrickenbach

Triftbrücke

Wer sich gerne in den Bergen aufhält, trittsicher ist und «gäche» Aufstiege nicht scheut, bietet sich ein Ausflug zur spektakulären Triftbrücke an. Sie ist eine der spektakulärsten Fussgängerhängeseilbrücken der Alpen. 100 Meter hoch und 170 Meter lang schwebt sie über dem Gebiet des Triftgletschers. Will man sie begehen, sollte man schwindelfrei sein. Ausgangspunkt ist die Talstation der Triftbahn, Postauto-Haltestelle Essential an der Sustenpassstrasse. Mit der Gondel gehts hinauf zum Startpunkt der Wanderung (Tickets auf grimselwelt.ch vorbuchen). Nach einer rund eineinhalbstündigen Wanderung erreicht man zum Mittagessen die traumhaft gelegene SAC-Hütte Windegg. Danach geht es weiter zur Triftbrücke und einem umwerfenden Ausblick auf den türkisblauen Gletschersee und die Zunge des Triftgletschers. Auf dem grösstenteils gleichen Weg geht es zurück an den Ausgangspunkt.

Infos und Ticketbuchung Triftbahn

Windegghütte

Goldi-Familiensafari

Der offizielle Titel dieser Safari mit Start in Beckenried verleitet zum Irrtum, sie würde sich nur für Familien eignen. Der vielseitige Ausflug beginnt in der Luftseilbahn auf die Klewenalp, nach einer leichten Wanderung von rund anderthalb Stunden mit traumhafter Aussicht und durch schöne Wälder, erreicht man rechtzeitig zum Mittagessen die Stockhütte. Danach geht es in der Gondel nach Emmetten und im Postauto nach Seelisberg, wer möchte kann an der Station beim Seeli für ein Bad einen Zwischenhalt einlegen. Danach geht es mit der Standseilbahn zum Haus zur Treib und schliesslich mit dem Schiff zurück nach Beckenried. Im Kombi-Ticket sind alle Verkehrsmittel inbegriffen. Die Safari ist in einem Tag ohne Stress gut zu machen.

Goldi-Familiensafari

Schilthorn

Hoch auf die Jungfrau ist teuer. Eine preiswertere Alternative mit ähnlichem «Ohh!-Faktor» ist das Schilthorn. Von der Talstation Stechelberg geht es mit der Seilbahn und dreimal umsteigen via Mürren obsi auf 2970 Meter. Dort ist man umgeben von zahlreichen bekannten Schweizer Berggipfeln, die man beim Mittagessen im Drehrestaurant Piz Gloria geniessen kann – die Preise sind erstaunlich moderat. Natürlich wird man daran erinnert, dass die Location Drehort einer Episode des James-Bond-Films «Im Geheimdienst Ihrer Majestät» war. Ins Tal zurück kann man zu Fuss, wobei es möglich ist die Wanderung bei Umsteigestellen der Seilbahn abzukürzen. Falls es Mitglieder in der Reisegruppe gibt, die mehr Nervenkitzel mögen: Es gibt einen sagenhaften Klettersteig von Mürren nach Gimmelwald. Das Kletterabenteuer wird aber nur erfahrenen Berggängern empfohlen.

 Luftseilbahn Schilthorn

Thrill Walk bei der Mittelstation Birg

Klettersteig Mürren-Gimmelwald

Restaurant Piz Gloria


Lägern

Nicht zu verwechseln mit «Lagern» oder «Liegen», was man natürlich auch kann, z.B. den ganzen Tag in der Badi Bachheim. Doch wir empfehlen als Alternative die wunderschöne und imposante Gratwanderung auf dem Jura-Höhenweg von Baden (AG) nach Regensberg (ZH) nahe Dielsdorf. Auf dieser Wanderung wird man immer wieder mit tollen Aussichten belohnt. Vom Restaurant Schartenfels oberhalb von Baden immer schön der Krete entlang. Es gibt einen exponierten Weg und einen einfacheren Weg. Bei einigen Stellen hat man das Gefühl, man sei im Hochgebirge. Dabei ist dies ein Juraausläufer mit maximaler Höhe von 835 m ü. M. (Restaurant Lägern-Hochwacht). Insgesamt sind 11 km zu schaffen, was circa 3 Stunden 20 Minuten erfordert. Der Ausgangspunkt Baden und der Zielort Regensberg lohnen beide eine Besichtigung und Einkehr. Auf dem Höhenweg kann man auch gut Bräteln/Picknicken. Achtung: Zwischen Schartenfels und Lägerngrat exponierter Weg, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich, alternativ durch den Wald gehen (einfacherer Weg ist markiert).

Lägerngrat


Wenn Sie diesen Sommer neue Entdeckungen machen, oder unsere Tipps umsetzen (oder auch beliebige Varianten davon ausprobieren) - senden Sie uns doch ihre Bilder mit einem kurzen Text an die Redaktion. Wir freuen uns wie immer auf Reaktion. 


Text und Bilder: Martin Sommerhalder / Karl Heinz Odermatt




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