Flugplatz Beromünster: Spatenstich zum Projekt Pistensanierung erfolgt
Nach jahrelanger Planungsarbeit beginnt nun die Umsetzungsphase: Der Spatenstich vom Dienstag, 25. Juni, zum Projekt der Pistensanierung wurde von den Flugplatzbetreibern seit anfangs März sehnlichst erwartet. Seit dieser Woche haben die Bagger die Startfreigabe. Die Freude ist gross. Urs Reber, Cheffluglehrer mit 20 000 Landungen auf diesem Platz sagt: «Darauf warte ich nun schon seit 40 Jahren!»
Die vielen Niederschläge und die dadurch bedingten weichen Terrainverhältnisse verunmöglichten das Befahren des Geländes mit Baumaschinen. Selbst für die Flugzeuge liessen die Pistenverhältnisse in den vergangenen Wochen nur einen Flugbetrieb mit vielen ungeplanten Unterbrüchen zu. Umso mehr freuen sich die Flugplatznutzerinnen und -nutzer, mit diesem Meilenstein einen weiteren Schritt in die Zukunft gehen zu können.
Die Bausteine des Projektes, das eine Investition von zirka 1 Million Franken darstellt, sind die Erweiterung der Wasserdrainage, eine Kofferung zur Stabilisierung des Untergrundes mit dem bewährten und ökologischen Bodenbefestigungssystem «Perfo», von dem 10 800 m2 verlegt werden, das Aufbringen einer Humusschicht mit Aussäen von Rasen und schlussendlich die Belegung der Piste mit Rasenrastern. Die Bauherrschaft rechnet mit einer Bauzeit von zwei Monaten, einer ähnlich langen Phase für das Einbringen der Rasenraster und dem Anwachsen des Rasens. Die Piste 15/33 behält den Look der für den Flugplatz Beromünster charakteristischen Rasenpiste, ohne dass eine Versiegelung des Pistenbereiches erforderlich wäre.
Sicherer, leiser, wetterunabhängiger
Die Pistensanierung wird die Flugsicherheit erhöhen, eine bessere jahreszeitliche Verteilung der Flugbewegungen ermöglichen, zu einer Lärmminderung im Abflugbereich führen und auch den Einsatz von modernen, leisen Leichtflugzeugen erschliessen. Der Flugbetrieb wird wetterunabhängiger. Dies wirkt sich positiv auf den Trainingsstand der Piloten aus. Die bewegungsintensiven Grundschulflüge können auch bei schlechtem Wetter und unmittelbar nach Regenschauern durchgeführt werden. Am Flugbetrieb wird sich wenig ändern, insbesondere werden sich bei guten Flugbedingungen keine erhöhten Bewegunsspitzen ergeben. Die Rahmenbedingungen bezüglich Betriebszeiten und Bewegungszahl verbleiben unverändert. Das Betriebsreglement wie auch die ergänzende privatrechtliche Vereinbarung mit der Gemeinde Beromünster erfahren durch die Pistensanierung keine Änderungen.
Während der Bauzeit ist die Motorflugpiste geschlossen. Dank dem Entgegenkommen der Segelfluggruppe wird der Flugbetrieb in reduziertem Umfang ab der Segelflugpiste möglich sein.
Der Flugplatz Beromünster ist seit 1960 in Betrieb. Er dient primär dem nicht-gewerbsmässigen Betrieb (Motor-, Helikopter- und Segelflug, Fallschirmsport), der Schulung in allen Sparten sowie in eingeschränktem Umfang dem gewerbsmässigen Flugverkehr (Taxi- und Transportflüge). Die Funktion und Entwicklung des Flugplatzes sind im Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt (SIL) hinterlegt und mit den Zielen und Vorgaben der kantonalen Richtplanung abgestimmt. Flugplatzhalterin ist die FLUBAG Flugbetriebs AG Neudorf, Mitbenutzer sind die Flugsportgruppen des Aeroclubs der Schweiz (Motorfluggruppe Beromünster, Segelfluggruppe Pilatus, Para Club Beromünster) sowie die Firma Airport Helicopter. Der Flugplatz geniesst in der Bevölkerung eine hohe Akzeptanz und ist ein sehr beliebtes Ausflugsziel.
Text: Karl Heinz Odermatt, Bilder: kho