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Fläckefäscht: Viel Ambiance, viele Attraktionen und Fussball-Dramatik pur (mit Bildergalerie)

Am vergangenen Samstag ging das Fläckefäscht, hervorragend organisiert von der MG Beromünster, über die Bühne. Erstmals wurde es im Herzen des Fleckens durchgeführt. Die Ambiance, die Attraktionen, das Essen, die Drinks, die Musik, alles trug viel Komplimente ein und kam bei allen sehr gut an.

Chillige, loungige Atmosphäre plus Fussball-Euphorie und Wechselbad der Gefühle ...


Zu Beginn des Fests um 14 Uhr regnete es, und das OK war damit beschäftigt, die Aktivitäten ins Innere zu zügeln, doch bald liess zum Glück der Regen nach, und es war zumindest trocken, wenn auch kühl für die Jahreszeit. Der Fläcke Beromünster war wie versprochen in eine idyllische Piazza verwandelt. Auf dem Vorplatz und im Inneren des Stiftstheaters wurde unter anderem mit Holzelementen, Holzschnitzeln und Lichtgirlanden eine einzigartige Stimmung geschaffen, was dem OK viel Lob von der Festgemeinde einbrachte. Im gesamten Festbetrieb wurde auf Nachhaltigkeit gesetzt, was sich am Ende auszahlte: Es wurden nur 0.5 m3 Abfall an die Kehrrichtverbrennung abgeliefert. Der Rest von PET, Glas sowie Karton konnte recycelt werden. Auch die Bauteile wurden nachhaltig eingeplant, sodass sie wiederverwendbar sind.

Der Kochclub mit Heinz und Jörg Stocker sowie Thomas Bisang hatte wunderbares Zitronenrisotto zubereitet und meinte dazu: «Der Name ist Programm, weil er so gut ist, braucht es keine Auswahl.» Doch die Auswahl wurde geboten und auch rege genutzt: Sei es mit einer Wurst oder einem Hamburger vom Grillstand oder den leckeren Drinks an der Cocktailbar. Bei allen Produkten war es dem OK wichtig, dass Regionales berücksichtigt wurde. Die verschiedenen Aussenstände erinnerten an ein kleines Streetfood-Festival. Das grosse Engagement und Herzblut der Mitglieder der MG Beromünster war einladend und machte Lust auf mehr. So ist es nicht verwunderlich, dass das Fläckefäscht kein One-Hit-Wonder sein soll. «Nächstes Jahr machen wir es mit schönem Wetter», fügte Franz Willimann mit einem Augenzwinkern hinzu.

«Es Horn voll Musig» bestehend aus Angela Stocker, Sepp Schwegler, Maria Bärtsch und Erich Steinmann. Sie kommen aus Sempach, Nebikon und Geuensee und erfreuten die Festgemeinde mit urchigen Alphornklängen. Bei ihrem zweiten Set schien sogar die Sonne. Überhaupt war am Nachmittag besseres Wetter als zuerst befürchtet, sodass sich die Piazza zusehends füllte.

Einblick in die Schmitte als Attraktion für die Kinder

Um 15, 17 und 19 Uhr konnten die Kinder bei Michael Aeschimann (32) unter kundiger Anleitung und mit entsprechenden Schutzbrillen ein S-Häckchen schmieden und in die urtümliche Tätigkeit eines Schmieds reinschnuppern, was rege genutzt wurde. Michael Aeschimann freute sich sehr über das grosse Interesse beim «Tag der offenen Schmitte» und sagte: «Es gibt in der Deutschschweiz nur noch etwa 20 bis 30 Vollzeitschmiede.» Er hat die Schmiede von Vorgänger Franz Dolder, der unter dem Namen «Schmette Franz» vielen heute noch ein Begriff ist und 2015 verstarb, 2016 saniert und 2017 mit dem Betrieb gestartet. «Ich komme aus Reinach, bin jedoch in ‹Möischter› in die Kanti gegangen. Im März 2017 konnte ich die ‹Obere Schmitte› in Beromünster übernehmen, wo schon seit über 250 Jahren geschmiedet wird. Seither wird dieses traditionelle Handwerk von mir weitergepflegt. Ich arbeite immer auf Auftrag, und es läuft erfreulich gut, sodass ich immer genug Aufträge habe und letztes Jahr noch einen Schmied einstellen konnte.» Ob es ihm nichts ausmache, während des Matches hier im Einsatz zu sein? «Ich interessiere mich nicht für Fussball. Dass die Schweizer gegen die Italiener gespielt haben, habe ich erst nach dem Schlusspfiff mitbekommen, als es im Quartier nicht mehr zu überhören war.» Ganz anders war dies bei den meisten hier, sie wollten den Match unbedingt sehen und gaben Tipps ab, wobei 2:1 für die Schweiz am meisten zu hören war.

Dramatik pur beim EM-Viertelfinal Schweiz – England

Das Public Viewing zog dann wie erwartet effektiv sehr viele Leute an, die den Match zusammen schauen wollten. Es war gerade auf zwei Etagen eingerichtet. Beim 1:0 für die Schweiz war die Stimmung auf dem Höhepunkt, doch die ganz grosse Freude wurde dann jäh durch das  rasche Gegentor der Engländer gedämpft. Doch alle freuten sich über die sackstarke Leistung des Schweizer Teams, das der viel teuereren englischen Mannschaft in jeder Hinsicht ebenbürtig war. Am Schluss entschied beim Penaltyschiessen halt auch das Glück für die Engländer. 

Kurz nach dem Penaltyschiessen spielten die «Laibbläser» auf, acht Buochser, die mit böhmischen Stücken einstiegen, dann jedoch auch etwa «Happy» von Pharrell Williams schmissig und eigenständig spielten. 

Für die Nachtschwärmer war dann später noch DJ Ginoso zur Stelle, der Partysound auflegte. Die Premiere des Fläckefäschts darf als voller Erfolg bezeichnet werden. «Einfach nur grossartig! Ein super Kompliment an unsere Mitglieder und Gäste für das Vertrauen und die Unterstützung» ringt Andrea Kaufmann um Worte.


Brachten sogar die Sonne auf den Festplatz zurück: «Es Horn voll Musig» mit urchigen Alphornklängen.


V.l.: Der Kochclub mit Heinz Stocker, Jörg Stocker und Thomas Bisang hatte feinstes Zitronenrisotto parat.
Bei Schmied Michael Aeschimann konnten die interessierten Kids die Faszination des Schmiedhandwerks 1:1 erleben.

Das OK des Fläckefäschts (v.l.): Franz Willimann, Michael Keller, Sven Rogger und Andrea Kaufmann.


Kurz vor dem Start des Viertelfinals Schweiz – England waren beide Public Viewings schon gut besetzt.


Auch im Parterre waren die Fans bereit für den grossen Match.
Buochser Power: die 8 Mannen von den «Laibbläser».
Jetz näme mer no eis ...





Magischer Ort, magische Live-Atmosphäre ...


Text und Bilder: Karl Heinz Odermatt




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