Feldmusik Gunzwil: So sehen Sieger aus!
Am vergangenen Samstag schrieb die Feldmusik Gunzwil am kantonalen Musiktag in Wolhusen Erfolgsgeschichte. Bereits beim Konzertvortrag konnte das Stück «Lions of Legends» die Erwartungen erfüllen und bei der Parademusik hat in diesem Jahr alles gepasst. Sie gewann den Wettbewerb in der 3. Klasse Brass Band.
Als die Proben nach den Fasnachtsferien starteten, waren die Meinungen über das Stück «Lions of Legends» von Thierry Deleuyelle gespalten. Die einen fanden es sehr gut, die anderen konnten sich nicht vorstellen, mit einem solchen Stück an einen Musiktag zu gehen. Inhaltlich geht es um Löwen. Bereits seit der Antike übt der Löwe eine grosse Faszination auf den Menschen aus, da er als Symbol für Mut, Stärke und Temperament gilt. Viele haben den Löwen verwendet, um sich selbst in Emblemen und Wappen darzustellen. Der Komponist beschreibt in fünf Sätzen sowohl die Geschichte des Löwen im Laufe der Jahrhunderte sowie seine Charakteristika.
Eine grosse Herausforderung dies musikalisch umzusetzen! Der letzte Satz, King of Kings, ist atemberaubend. An den Proben wurden die einzelnen Teile des Stückes geprobt und auseinandergenommen. Mit singen, klatschen und spielen mit dem Instrument wurden die einzelnen Rhythmen und Abschnitte geübt und verinnerlicht. Sehr lange wurde das Stück nicht durchgespielt, sondern nur einzelne Passagen daraus. In den letzten Proben kam dann das Zusammensetzen der verschiedenen Teile und perfekt auf das Wochenende hatte David Rufer die Band auf dem Höhepunkt.
Spannung auf dem Höhepunkt
Gemeinsam fuhren die Musikanten am frühen Samstagmorgen noch Wolhusen, wo ihr Vortrag um 9.39 Uhr stattfand. Sie hatten sich gut vorbereitet, aber würde ihnen der Vortrag am Musiktag nun auch gelingen? Wie klingt es in der Halle? Die Spannung war auf dem Höhepunkt. Nach 13 Minuten folgte die Erlösung. Alles hat gut funktioniert, aber wie hat es dem Experten gefallen? Erleichtert von dem Vortrag traf sich die Musik anschliessend mit dem Experten zum Gespräch. Der erste Eindruck hatte sich bestätigt, der Experte war mit der Ausführung sehr zufrieden und gab auch noch einige Inputs, wo in Zukunft noch eine Verbesserung möglich wäre.
Parademusik
Gut gelaunt trafen sich alle nach dem Mittagessen zur Parademusik. Nach einer letzten Instruktion ging es mit dem Marsch «Casaulta» von Oscar Tschuor auf die Paradestrecke. Es ist immer schwierig einzuschätzen, ob alles gepasst hat. Fünf Experten kontrollieren, ob alle still stehen, richtig abmarschieren, zusammen das Instrument hochnehmen und der Marsch auch richtig gespielt wird. Sind die Reihen beim Marschieren ausgerichtet, werden die Instrumente zusammen heruntergenommen, stoppen am Schluss alle gemeinsam und sind noch immer alle ausgerichtet?
Ein paar Minuten später folgte die Antwort: 91 Punkte! Was zu diesem Zeitpunkt der erste Zwischenrang bedeutete. Voller Zufriedenheit konnten wir den Tag in Wolhusen geniessen. Am Sonntagnachmittag war es klar. Die Feldmusik Gunzwil hat die Parademusik in der 3. Klasse gewonnen! Mit viel Freude wurde der Pokal an der Siegerehrung entgegengenommen und die Feier konnte beginnen.
Gerne erwartet die Feldmusik viel Publikum an ihrem Sommerkonzert vom 16. Juni 2024 um 17 Uhr. Es findet beim reformierten Kirchenzentrum in Gunzwil statt. Die Musikanten würden dort mit den Zuhörerinnen und Zuhörern auch gerne auf den Sieg in Wolhusen anstossen.
Auch Hildisrieden und Schlierbach auf dem Podest
Auch die Musikgesellschaft Hildisrieden und Schierbach erreichten in Wohlhusen Podestplätze. Hildisrieden erreichte in der 2. Klasse Brass Band den 3. Rang und Schlierbach in der 3. Klasse Brass Band ebenfalls den 3. Rang. In derselben Kategorie klassierte sich die Musikgesellschaft Beromünster auf dem 8. Rang.
Pius Muff/mars