Familien gezielt stärken
Der Kanton Luzern ist derzeit schweizweit der einzige Kanton, welcher keine rechtliche Grundlage in der Kinderbetreuung kennt. Da das Bedürfnis nach Unterstützung schon länger besteht, haben bereits heute schon über 80% der Luzerner Gemeinden Betreuungsgutscheine eingeführt, welche kommunal geregelt sind und die Gemeinden auch vollumfänglich selbst bezahlen. Der Kita Gegenvorschlag, über welchen Ende November abgestimmt wird, baut auf dem bewährten System der Betreuungsgutscheine auf. Jedoch übernimmt neu der Kanton die Hälfte der Kosten, führt ein einheitliches Tool ein und hat neu auch die Aufsicht. Durch das wird ein Grossteil der Luzerner Gemeinden finanziell und administrativ entlastet. Zudem schafft der Gegenvorschlag gleich lange Spiesse für unsere Luzerner Familien, unabhängig von ihrem Wohnort. Er schafft Fairness und echte Wahlfreiheit für Familien, um ihr persönliches Betreuungsmodell freier zu wählen. Denn der Gegenvorschlag unterstützt gezielt Familien mit tiefen und mittleren Einkommen und stärkt somit die Wahlfreiheit für alle Einkommensschichten. Und der Gegenvorschlag kostet jährlich schätzungsweise rund 27 Millionen Franken weniger als die SP-Initiative, welche auf dem Giesskannenprinzip aufbaut. Der Gegenvorschlag ist eine ausgewogene und kluge Luzerner Lösung. Höchste Zeit, dass der Kanton Luzern das Schlusslicht abgibt und ein zeitgemässes, bezahlbares und wirksames Kinderbetreuungsgesetz einführt. Darum stimme ich aus Überzeugung Nein zur teuren SP-Initiative und Ja zum wirkungsvollen Gegenvorschlag.
Luca Boog, Sozialvorsteher und Kantonsrat, Die Mitte Beromünster