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| Beromünster

Erstaunliche Haltungen zur Schweizergarde!

Ich staune. Als Mitglied der Finanzkommission des Kanton Luzern erlebe ich in fast jeder Sitzung, wie die linke Seite sehr kreative Forderungen stellt, für was wir im Kanton Luzern Geld ausgeben könnten. Ich staune, weil jetzt genau diese Kreise nichts davon wissen wollen, wenn wir von der bürgerlichen Seite auch einmal ein Anliegen einbringen, dass wir unterstützen. Man nimmt lieber in Kauf, dass die Abstimmung mehr Geld verschlingt, als den Kantonsratsbeschluss über den Beitrag zur Kaserne der Schweizergarde demokratisch zu akzeptieren. Bedauerlich, denn in Rom absolvieren unsere jungen Schweizergardisten ihre zwei Jahre in Umständen, die wir in der Schweiz kaum jemandem zumuten würden, ohne von den Unterstützern des Referendums kritisiert zu werden. Ich sehe den Beitrag für unsere jungen Mitbürger (und vielleicht auch bald Mitbürgerinnen) als Investition mit dreifachem Nutzen. Wir bekommen gut ausgebildete Fachkräfte (z.B. für die Polizei, Sicherheitseinrichtungen), sowie weltoffene, erfahrene Mitbürger zurück und schliesslich ist die Schweizergarde als weltbekanntes Aushängeschild mehr wert, als manches Inserat in einer ausländischen Zeitung; gerade für unsere tourismusorientierte Region. Sie sehen dieser Franken pro Einwohner – notabene ca. 0.0001 % unserer Gesamtausgaben – ist eine sehr, sehr gute Investition.

Übrigens überrascht mich die Stellungnahme unserer Pfarrei St. Stephan, die mit ihrem ebenfalls über 500-jährigen Auffahrtsumritt eine ähnliche Tradition zelebriert; meine Pfarrei, die sogar einen Gardekommandanten stellte und die ich an vielen kirchlichen Feierlichkeiten mit der Feldmusik begleiten darf. Dass ich da eine ablehnende Haltung aus dem Leserbrief des Kirchenratspräsidenten entnehmen muss, das erstaunt mich noch viel mehr.

Markus Bucher
Kantonsrat Die Mitte, Beromünster




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