Enoteca da Ramundo: «Ustrenkete» mit Schlüsselübergabe und viel Musik (mit Bildergalerie)
Der Abschied von der Enoteca da Ramundo wurde mit grosser Geste und Liebe zum Detail gefeiert, mit viel guter Musik, genau so wie es dem Gastgeberpaar gefällt, und offensichtlich auch den Gästen. Sie kamen in Scharen und machten den Abschied für alle unvergesslich.
Schon am Freitag um 17.30 Uhr war das Festgelände gut gefüllt, und viele waren mit Lederhosen und Dirndl da, wie es sich Wädi Ramundo gewünscht hatte in seiner Einladung. Eine Besucherin mit Dirndl meinte: «Schade, dass es deutlich mehr Männer mit Lederhosen hat als Frauen im Dirndl» . Doch das war ein kleiner Schönheitsfehler. Einer grossen Partysause über zwei Tage stand jedenfalls nichts mehr im Weg.
Es war an den einheimischen «Blose, Späck und Bier», den Abend zu eröffnen und die Menge in Stimmung zu bringen, was vortrefflich gelang. Dann spielte die Formation Alpenstarkstrom aus dem österreichischen Bezau stark und abwechslungsreich auf, sodass auch getanzt werden konnte.
10 Jahre «mit Emozioni», 10 Jahre «grosse Schule», 10 Jahre nie ganz ein einfacher...
Kurz wurde der perfekt passende, emotionale Song «Good Bye, Bye Bye» von Willy Tell eingespielt, 2015 geschrieben, also quasi aus den Anfängen der Enoteca, bevor Manuela Felix um punkt 21 Uhr das Wort ergriff und kurz und treffend sprach: «So, liebe Sybille, lieber Wädi. Sybille, als du uns dieses Video gesandt hast mit diesem Lied, sind mir also schon ein wenig die Tränen gekommen. Wir sagen Danke! 10 Jahre «mit Emozioni». 10 Jahre «grosse Schule», 10 Jahre «öppenemal das grosse Gesülze». Wer kennt diese Worte nicht? Wir sagen euch Danke für die erlebnisreiche und schöne Zeit bei euch und mit euch. Wädi, du hast nie gesagt, du seist ein einfacher. Da stimmen wir dir zu...» Die weiteren Dankesworte gingen fast etwas in einer riesigen Applaus- und Gejohlewelle unter. Wädi verdrückte hinter der Brille verstohlen eine Träne. Man spürte, wie die Anwesenden das Gastgeberpaar und das ganze Team der Enoteca über all die Jahre ins Herz geschlossen haben. Eine Festbesucherin meinte: «Sie haben so viel für die Gemeinde und das Michelsamt geleistet, deshalb habe ich sie dieses Jahr für den Innovations- und Förderpreis der Gemeinde Beromünster für besonderes Engagement vorgeschlagen. Ich bin gespannt, ob sie im November obenaus schwingen werden.»
Fast wieder Fasnacht im Frühsommer mit den legendären Oelibrönnern
Um 21.30 Uhr gabs dann eine souveräne, stimmungsvolle Showeinlage der Oelibrönner, die extra anfangs Woche eine Probe angesetzt hatten, um wie immer einen guten Eindruck zu hinterlassen. Die beiden Söhne von Wädi und Sybille, Elia (30) und Sergio (28) , sind seit 11 bzw. 9 Jahren bei den Oelibrönnern an der Pauke dabei und der ganze Stolz der Ramundos. Das Zelt bebte, Fasnacht im Frühsommer, ein Kracher!
Dann übernahmen wieder Alpenstarkstrom für ihr zweites Set. Sie zeigten ihre Vielseitigkeit, was ja auch für Sybille, Wädi und ihr Team bestens passt. Bis um 2 Uhr morgens war Betrieb, die letzten seien um 3 Uhr nach Hause gegangen, berichtete Sybille Ramundo am Morgen danach vergnügt.
Gleich vier einheimische Formationen sorgen auch am Samstag für Stimmung
Am Samstagmorgen war das Zelt wiederum gut gefüllt für das Frühschoppenkonzert der beliebten «Michelsämter Musikanten». Sie waren kürzlich auf ihrer Jubiläumsreise im Südtirol und schienen musikalisch immer noch zu schwärmen: Von «Weil du so schön bist, mein Tiroler Land» bis zu «Ein Prosit mit harmonischen Klängen» hatten sie die Festbesucher fest im Griff. Auch bei der MG Beromünster, der Feldmusk Gunzwil und bei Wyne Bläch hatte es immer schön Volk, mancher sass spontan dazu und blieb gemütlich sitzen, hatte es lustig und fidel. Schliesslich läutete DJ Feuz den Samstagabend ein, und es wurde wieder morgen um zwei...
Manche Anekdote aus 10 Jahren wurde untereinander ausgetauscht. Man ist vor allem auch sehr dankbar, dass es hier weitergeht, und gespannt, was Thomas Steenaerts aus dem Lokal machen wird. Erste Ideen hat er ja kürzlich im Interview mit dem Anzeiger Michelsamt bereits verraten, und etwas Spannung, etwas Ungewissheit darf nun durchaus sein...
Überwältigt und dankbar, für das, was war
Am Montag nach dem Fest waren Wädi und Sybille Ramundo bereits fleissig beim Aufräumen. Sie sagten gegenüber dem Anzeiger Michelsamt: «Wir sind wirklich überwältigt, dass so viele Gäste zu unseren beiden Abschiedstagen kamen. Allen ein grosses Dankeschön für ein unvergessliches Abschiedsfest für uns. Zur Freude von Walter kamen viele Gäste mit Dirndl und Lederhosen. Danke den Oelibrönnern und allen Musikanten für die tolle musikalische Unterhaltung, die uns halt auch richtig gut gefällt. All unseren helfenden Händen vielen Dank, es freut uns, dass auch sie manches Kompliment bekamen. Zum Schluss ein Aufruf an diejenige(n) Person(en), welche einen Lorbeerbaum entwendet haben. Dieser gehört der Firma Steiger Lukas Beromünster. Und kann dort wieder abgeliefert werden. Wir danken dafür.»
Text und Bilder: Karl Heinz Odermatt