Endlich «stoormfrei» – oder doch nicht?
Die Theatergruppe Pfeffikon lief in der Komödie «Stoormfrei für immer» zu Höchstform auf. Mit toller Mimik und Gestik sorgten sie im «Wohnzimmer von Familie Dübendorfer» für spontane Lacher beim Publikum.
An insgesamt vier Vorstellungen hat die Theatergruppe Pfeffikon das erfreulich zahlreich erschienene Publikum in der Mehrzweckhalle mit ihrem jüngsten Streich bestens unterhalten. In der Komödie «Stoormfrei für immer» liefen die sechs Schauspieler zu Höchstform auf, wussten mit Mimik und Gestik zu überzeugen, ja schlüpften wunderbar in ihre Rollen. Regie führte Linda Estermann.
Eine Geschichte, wie sie das Leben schreibt, mit Anekdoten, in denen sich wohl so manch einer in den Publikumsreihen selbst wiedererkannte. Für ihren jüngsten Streich hat sich die Theatergruppe Pfeffikon ein Stück ausgesucht, das wie für die sechs Schauspieler geschrieben zu sein schien. «Ein omnipräsentes Thema mit viel Konfliktpotenzial», merkte Daniela Dommen, die Präsidentin der Theatergruppe an, bevor sich der Vorhang für ein Theatervergnügen der besonderen Art öffnete. An insgesamt vier Vorstellungen zeigte die Theatertruppe die überaus unterhaltsame Komödie «Stoormfrei für immer» aus der Feder von Lukas Fehr. Für die Regie und eine perfekte Umsetzung der Geschichte zeigte sich Linda Estermann verantwortlich.
Chaos auf der Suche nach Privatsphäre
Das Publikum fand sich im Wohnzimmer der Familie Dübendorfer wieder, wo sich Anna (Daniela Furrer) mit ihrem Ehemann Jan (Marco Sommerhalder) auf dem Sofa der Zweisamkeit erfreute, waren die beiden längst erwachsenen Kinder nämlich ausser Haus und die beiden hatten endlich wieder einmal «stoormfrei». Seit 26 Jahren hätten sie eine Affäre zusammen, erklärten die beiden, denn Privatsphäre in einem Haus voller Leben ist schwer zu finden. Doch Vorbereitung ist alles und so wollten die beiden die Gunst der Stunde nutzen. Doch natürlich währte die Ruhe im Haus nur kurz, erst kam Tochter Carla (Sophia Schenker) unverhofft wieder zur Haustüre herein, wollte sie doch mit ihrem «Lover» Dominik (Eric Koller) den Umstand nutzen, dass für einmal niemand zu Hause war. Und wenig später – wer hätte es gedacht – erschien auch Sohn Simon (Patrik Hofmann) mit seiner «Flamme» Layla (Salvia Dommen) auf der Bühne. «Wie bringt man die ganze Familie zusammen? Indem man sagt, man sei nicht da!», merkten die frustrierten Eltern schnell einmal.
Raus aus dem Irrenhaus
Einfallsreich wie die beiden aber waren, wollten sie dem Nachwuchs einen Denkzettel verpassen. So wurde aus den total coolen Eltern urplötzlich spiessige Hinterwäldler mit verstaubten Ansichten. Ihre Kinder versetzten sie mit ihrem unglaublich gelungenen Rollenspiel in erstauntes Entsetzen und deren Begleiter wollten vor allem eines, möglichst schnell fliehen aus diesem Irrenhaus. Im Kampf für ihr trautes Heim und ihre Privatsphäre gaben die erfinderischen Eltern einfach alles. Denjenigen in den Publikumsreihen entlockten die Theaterleute mit ihrem Spiel, ihrer tollen Mimik und Gestik immer wieder einen spontanen Lacher – bei so viel Wortwitz und Schauspielkunst blieb kein Auge trocken.
Doch wie sollte es anders sein, es nahm auch diese Geschichte ihr glückliches Ende. Es werden die Eltern ihre Zweisamkeit fortan in den eigenen vier Wänden und damit «stoormfrei für immer» geniessen.
Standing Ovations
«Dies war ein tolles Stück, es wurde hervorragend umgesetzt und ihr habt unglaublich gut gespielt», so das Fazit von Präsidentin Daniela Dommen nach der gelungenen Vorstellung an die Adresse der Schauspieler – und dem ist nichts beizufügen. Diejenigen in den Zuschauerreihen unterstrichen diese Aussage mit tosendem Beifall und Standing Ovations. Besonders erwähnt werden darf an dieser Stelle die Leistung von Patrik Hofmann, dem Neuzugang bei der Theatergruppe Pfeffikon, welcher heuer erstmals auf der Bühne stand und dies toll gemeistert hat. Mit der Komödie «Stoormfrei für immer» zeigte sich die Theatergruppe Pfeffikon für einen höchst unterhaltsamen Theaterabend verantwortlich.
Heidi de Luca