Elite-Reform auf dem Buckel der Familien?
Am 8. März entscheidet die Stimmbevölkerung mit der Vorlage über die Individualbesteuerung, ob wir unser Steuersystem über alle drei Staatsebenen komplett und sehr bürokratisch umbauen. Wenn man diese Reform genauer anschaut, wird man aber als Vertreter des Mittelstandes stutzig. Denn die vorgesehene Reform begünstigt vor allem gut situierte Doppelverdiener und wohlhabende Rentnerinnen und Rentner. Verliererinnen und Verlierer sind Mittelstandsfamilien mit unterschiedlichem Einkommen sowie Menschen, die ihr Pensum reduzieren, um Care-Arbeit zu leisten, eine Weiterbildung machen oder die Kinderbetreuung übernehmen. Das sind vor allem junge Eheleute, meistens mit kleinen Kindern. Das kann es aus meiner Sicht nicht sein! Die grösste Reform im Steuersystem der letzten Jahrzehnte darf keine neuen Verliererinnen und Verlierer produzieren. Und erst recht nicht unsere Familien. Darum sagen neben den Parteien Die Mitte, EVP und SVP auch Wirtschaftsverbände wie KGL oder AWG, der Bauernverband oder Familienorganisationen klar Nein zu dieser schädlichen Vorlage. Sogar linke Schwergewichte in der Steuerpolitik wie a. SP Nationalrätin Susanne Leutenegger-Oberholzer, Serge Gaillard, Ökonom und ehemaliger Chef der eidg. Finanzverwaltung, oder die Frauenabteilung bei den Gewerkschaften haben bemerkt, dass dies eine unsoziale Elite-Reform auf dem Buckel von unseren Mittelstands-Familien ist und lehnen sie daher ab. Darum ein klares Nein zum Steuerschwindel Individualbesteuerung.
Luca Boog, Gunzwil, Kantonsrat Die Mitte