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Ein Ständchen in Ehren

Kein Novum, aber dennoch speziell: Die Bogeteguugger spielten am vergangenen Sonntagmorgen nicht vor, sondern in der Kirche und während der Messe.

Neues Klangerlebnis: Die Bogeteguugger spielen im Altarraum der Pfarrkirche Rickenbach. 

Die Herausforderung dieses Auftritts bestand für sie darin, sich ausnahmsweise in Sachen Lautstärke zurückzunehmen. Was auch gelang. Nichtsdestotrotz klangen ihre drei Stücke sehr imposant und voluminös – ein wahres Erlebnis. «Die Lebensfreude Gottes sei mit euch», begrüsste Pastoralraumleiterin Theres Küng die Gemeinde mit ausgebreiteten Armen. Die Bogeteguugger in ihren teils zerfetzten Punk-Kostümen sassen in den vordersten Bänken und die Messbesucher in den hintersten, die Fischlizünftler in der Mitte. Für die aktiven Fasnächtler:innen war es ein eher früh angesetzter Termin, aber alles klappte reibungslos. Katholische Messfeier und Fasnachtsmusik unter einem Dach – wer hätte sich das jemals denken können. Nun, die Zeiten ändern sich. Was bleibt, ist die unbändige Lebensfreude.

Diese kam auch anschliessend auf dem Kirchplatz zum Ausdruck, wo die Rekkebrägler bereits mit dem zweiten Ständchen aufwarteten und die «Youngsters» der Bogeteguugger den Apéro für die Bevölkerung ausschenkten. Ein gemütliches Zusammensein bei auffrischendem Wetter. Zufrieden gings dann – je nachdem – den sonntäglichen Umzügen entgegen oder aber der warmen Stube zuhause. Die Halbzeit der Fasnacht war bereits geschafft. 

Gegensätze, die bereichern, und die vielleicht gar nicht so weit voneinander entfernt sind. 
Tradition: Die Guugger offerieren den Apéro am Sonntagmorgen. 
Die «feurig-flammigen» Rekkebrägler spielen auf dem Kirchplatz. 

Text und Bilder: Ursula Koch-Egli

Weitere Impressionen vom Sonntagsständchen in Rickenbach:

Bilder: uke




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