Ein Ja für Ihren Michelsämter
Schön, dass Sie diese Zeilen lesen. Was gibt es Schöneres, als eine Zeitung in den Händen zu halten?
Wir alle konsumieren immer mehr Medien und sind uns mittlerweile auch gewohnt, im Gegensatz zum abonnierten Michelsämter, für den Inhalt nichts bezahlen zu müssen. Ein beträchtlicher Teil der Erdenbewohner des noch jungen 2022 informiert sich zu den aktuellen Themen auf Plattformen wie Facebook oder Instagram, hört Radio und sieht Fern – notabene kostenlos. Natürlich abgesehen von der Serafe-Gebühr. Ja, auch ich tue das und es macht mir Spass auf den sozialen Netzwerken Kontakte zu pflegen und dabei Sinnvolles und manchmal Unnützes aus aller Welt zu erfahren. Ich ertappe mich aber immer mehr bei der Frage: Stimmt das überhaupt, was ich da zu sehen bekomme? Oder hat mir der Algorithmus etwas vorenthalten, respektive was ist die Quelle? In dieser Situation schafft es Vertrauen, wenn ein Journalist, welcher bei einer renommierten Zeitung arbeitet, zitiert wird.
An diesem Punkt sind wir beim Dilemma angelangt. Am Ende des Tages möchte jeder von uns seine Miete bezahlen, so auch der gerne zitierte Journalist. Damit der Verleger, trotz kostenloser Publikation und somit weniger abonnierten Titeln, dessen Lohn stemmen kann, durfte sich dieser eine lange Zeit auf die Inserateeinnahmen, also den Werbefranken verlassen. Wie Sie selber bestimmt auch wissen, fliessen mittlerweile immer mehr Anteile des Marketingbudgets zu den Internetriesen aus dem Silicon Valley. Dem Verleger bleiben also unter dem Strich immer weniger Abonnenten- und Werbeeinnahmen – die Nachfrage nach recherchiertem und stimmigem Inhalt ist aber ungebrochen gross. Wir alle wollen gut und verlässlich informiert werden.
Damit Qualität und Vielfalt erhalten bleiben, hat das Parlament ein Medienpaket geschnürt. Ein Paket mit Stärken und Schwächen – ja: ein Kompromiss. Ein Kompromiss aus langen, zähen Debatten, die schliesslich zu einer Lösung geführt haben. Bei der für uns als kleiner Verlag, am Schluss für Sie als Leser und für die ganze Region ein echter Mehrwert entsteht. Nebst der erweiterten Zustellvergünstigung, die ungefähr die aktuellen Portoerhöhungen der Post abdecken, würden wir im Hause «Wallimann» auch von einer Onlineförderung profitieren. Diese hilft uns beim Ausbau des Onlineangebotes, den Start dazu legen wir wie angekündigt schon bald mit einem tollen Angebot. Ein Ja zum Medienpaket bedeutet also ein Ja zu einem weiterentwickelten, modernen und zukunftsgerichteten Michelsämter.
Patrick Wicki, Geschäftsleiter Wallimann Druck und Verlag AG