Ehrliche Informationen zur 13. AHV-Rente
Wenn ich Berichterstattungen zur 13. AHV-Rente lese, habe ich den Eindruck, dass in der Schweiz alles bedürftige, alte Menschen leben. Ist man sich überhaupt noch bewusst, wie die AHV finanziert wird? Es ist nicht das Ersparte der AHV-Generation, die jetzt Anrecht auf dieses Geld hat. Es sind die Jungen, junge Familien und Erwerbstätige, die unsere Renten finanzieren. Ihnen geht ein höherer AHV-Abzug, der unweigerlich nach Annahme der 13. AHV folgen wird, von ihrem Einkommen ab.
Laut Statistiken sind es ca. 20 % der AHV-Rentner, die wirklich von einer solchen Rente besser leben könnten. Ich finde dies wichtig, dass man für diese möglichst schnell einen Weg sucht. Neben den Ergänzungsleistungen soll für diese eine bessere Rentenlösung gesucht werden. Die restlichen 80 % brauchen diese Rente nicht, denn unser Drei-Säulen-Prinzip funktioniert gut. Und dazu gilt es Sorge zu tragen. Das Ziel der Initianten ist schlussendlich eine Einheitsrente – und dies würde ich nicht unterstützen.
Kommen wir wieder auf den Boden der Realität zurück. Wir haben für diese 13. Rente keinen Finanzierungsvorschlag. Und wenn ich lese, dass man die Rente, wenn man sie selbst nicht braucht, spenden könne, dann verstehe ich die Welt nicht mehr. Heisst das, dass die Erwerbstätigen die Spenden der Senioren finanzieren müssen? Ich stimme aus Überzeugung nein, denn ich kann diesem linken Anliegen nichts abgewinnen und hoffe, dass alle die abstimmen gehen, dies nicht aus Egoismus tun, sondern unsere ganze Gesellschaft im Fokus haben.
Ida Glanzmann-Hunkeler, a. Nationalrätin, Präsidentin Mitte 60+ Schweiz