Editorial: Clever kombiniert machts mehr Spass
Bereits ist sie Geschichte, die «Luzernmobil-Challenge», bei der einen Monat lang neue Mobilitätsformen anstelle des eigenen PWs ausgetestet wurden. Hier schon mal meine persönlichen Erkenntnisse:
Neues auszuprobieren, Wege mal anders zurückzulegen, macht Spass und erweitert den Horizont, tut z.B. auch einem Arbeitsteam gut. Der öV ist in der Schweiz hervorragend ausgebaut und oft eine gute Alternative zum eigenen Auto, da die Zeit im Zug oder Bus gut genutzt werden kann. Beim Ausbau der Velowege ist in den letzten Jahren viel gegangen, wenn auch noch deutlich mehr möglich wäre. Dank 45km/h-E-Bikes kommt man unverschwitzt im Büro an. Wer Velo fährt, ist aufmerksamer und sieht viel mehr von der Route.
Die schönsten Erlebnisse bieten jedoch die Stecken abseits des Verkehrs wie der Sänder-Trail oder die Herzschlaufe Seetal (Nr. 599), 116 km von Eschenbach nach Lenzburg und via Beromünster zurück in zwei Tagen – eine wahre Genusstour, die auch konditionell etwas bringt dank vielen Höhenmetern. Meine Velotouren durch Irland, durchs Südtirol, mit der Familie von Rain nach Lausanne oder um den Bodensee sind lebenslang unvergesslich, während von Autofahrten viel weniger Erinnerungen bleiben.
Clever kombiniert, geschickt geplant und aufeinander abgestimmt hat jedes Verkehrsmittel seinen Platz, seine Berechtigung. Auch der Juni ist ein idealer Bike-to-work-Monat, hoffentlich mit weniger Regen als die letzten Wochen.
Bleiben Sie mobil und lesen Sie unseren Bericht dazu auf Seite 24 der aktuellen Ausgabe des Michelsämters oder online auf michelnews.
Karl Heinz Odermatt
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