Editorial: Zusammengehörigkeit stärken
«Zusammen ist man weniger allein.» Der Titel dieses französischen Liebesfilms von 2007 mit dem Originaltitel «Ensemble, c’est tout» kommt mir oft in den Sinn, und er begleitet mich auch in diesem noch jungen Jahr. Jeder muss damit umgehen, dass er in vielen Momenten allein ist, mit der lebenslangen Aufgabe, sich selber und andere besser oder neu kennenzulernen. Niemand kann alleine etwas ganz Grosses reissen, doch zusammen, vernetzt und mit Offenheit, können wir Berge versetzen.
Aktuelle Beispiele von vielen, die in dieser Ausgabe des «Michelsämters» vorkommen:
Die Theatergesellschaft Eich gibt niemals auf, bringt nun das 2022 vorgesehene Stück auf die Bühne. Geni Burkhard aus Gunzwil spielt seit über drei Jahrzehnten leidenschaftlich mit. Doch auch er kann es nicht alleine: Es braucht ein tolles Ensemble und viele starke Leute im Hintergrund.
Die Fasnacht kommt langsam in die Gänge, ein Gesamtkunstwerk der Lebensfreude, das nur gemeinsam funktioniert. Die einen feiern, die anderen verzichten grosszügig - oder setzen sich dafür ein, dass dies für andere möglich wird.
240 Sternsinger waren in Möischter unterwegs. Der Pfarreirat verköstigte sie verdientermassen mit 240 Hotdogs. Freiwillige und Lehrpersonen setzten sich dafür ein, dass dies alles möglich wurde.
Das Team von Wallimann, die «Wallis», waren drei Tage im Wallis, stärkten den Teamgeist und die Zusammengehörigkeit. «Es ist fast wie eine Familie», sagt der Drucktechnologe Labinot Pali. Diesen Teamgeist, diese Freude spüren Sie bestimmt auch beim Lesen dieser allerneusten Ausgabe des «Michelsämters».
Wenn Sie Beispiele haben, die diese Zusammengehörigkeit und diesen Neujahrs-Groove ebenfalls bestärken – die Redaktion freut sich immer auf Reaktion: per e-Mail, per Leserbrief oder direkt unter diesen Beitrag.
Karl Heinz Odermatt
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