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Editorial: Versprich allen alles! Werde nie konkret!

Diese Woche musste ich auf meinem Arbeitsweg schmunzeln, als ich bei mehreren Wahlplakaten Schafe weiden sah. Ob die Schafe begreifen, was die Politiker genau wollen, fragte ich mich, halb belustigt, halb besorgt.


Die Schafe scheinen sich nicht wirklich für Politik zu interessieren...
Ob das Schaf die Botschaften all der Wahl-Kampagnen versteht? 




Manchmal sieht man vor lauter Plakaten fast die Landschaft nicht mehr... Gesehen in Hochdorf.


Im Büro las ich zum Wahlkampf auch sehr besorgte Stimmen, zu den 113 Lobbyisten im Parlament zu Bern, darunter 90 gewählte Parlamentarier, die gemäss SonntagsZeitung jegliche Reformen des Gesundheitswesens offenbar immer wieder im Keim ersticken: 


«Man sollte nicht die Krankenkasse wechseln, sondern die Politiker. Geht bitte abstimmen.» 

«Politiker sollten Badges ihrer Sponsoren tragen müssen wie in der Formel 1. Dann wissen wir wenigstens, wen sie vertreten.» 

«Die sind so unverschämt und lassen sich vom Volk wählen, vertreten dann aber die Interessen von ganz anderen Leuten.» 

«Lobbyismus ist ein Euphemismus (Schönfärberei) für Korruption.» 


Starker Tobak! Doch «wie eine träge Herde Kühe (oder Schafe) schauen wir nur kurz auf und grasen dann gemütlich weiter», wie Herbert Grönemeyer in «Jetzt oder nie» auf «4630 Bochum» 1984 schon treffend feststellte.

Unser Kolumnist Paul Leisibach liefert auf Seite 20 des neusten Michelsämters und auch hier auf michelnews die über 2000 Jahre alten, topaktuellen Tipps für eine erfolgreiche Wahl. 

Mein Tipp: unbedingt lesen, halb belustigt, halb besorgt – und dann mit Bedacht richtig wählen!



Karl Heinz Odermatt

redaktion@anzeigermichelsamt.ch




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