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Editorial: Medizinische Verordnung: Lacht mehr, viel mehr!


Kürzlich war ich im Kino und genoss die gelungene Doku «Typisch Emil». Obwohl seine Eltern seinen Ausbruch aus dem Pöstlerdasein und seine zeitlose Kunst nie estimierten, hat er eine beispiellose Karriere gemacht und wird auch in Deutschland verehrt. Der Luzerner Kult-Komiker ist auch mit bald 92 Jahren listig-lustig und sehr präsent. Mit 60 Jahren brach er nochmals aus, nach New York, und heiratete mit 32 Jahren Altersunterschied. Meine Empfehlung: unbedingt wieder mal ins Kino gehen und staunen und lachen!

Beim Joggen habe ich kürzlich eine gute Stunde des Erfolgsformats «Köln Comedy Nacht XXL» mit 14 000 Live-Zuschauern an drei Abenden und vielen Standup-Comedians Deutschlands von Chris Tall über Felix Lobrecht bis zu Tahnee durchgehört. Leider war das Meiste für meinen Geschmack plump bis peinlich, niveaulos und «nicht lustig». Ich glaube nicht, dass ich die Aufzeichnung noch fertig höre. Da lobe ich mir den nie verletzenden, nie unter die Gürtellinie abdriftenden Humor von Emil Steinberger.

Lesen Sie dafür unbedingt auf Seite 29 der aktuellen Ausgabe den Bericht über den Auftritt von Spitalclown «Dr. Wolle» in «Möischter» und seine Empfehlungen für den Alltag sowie seine Erfahrungen aus dem Kinderspital.

Zum Schluss noch dies: Im Netz finden sich zum Thema «Aphorismen /Lachen» 36 Seiten. Mein favorisierter daraus ist von Karl Heinz Karius: «Lach dich krumm! Nichts bringt dich schneller ins Lot.» Und einer der Grössten, Oscar Wilde sagte: «Die Menschen nehmen sich selbst zu ernst. Das ist die Erbsünde der Welt. Hätte der Höhlenmensch zu lachen verstanden, wäre die Weltgeschichte anders verlaufen.» Es ist nie zu spät, den Gang der Geschichte etwas zu korrigieren...









Karl Heinz Odermatt

redaktion@anzeigermichelsamt.ch




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