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DV des LBV in Triengen: Raumplanung bewegt auch die Bauern

Die Delegierten des Luzerner Bäuerinnen- und Bauernverbandes (LBV) wählten an ihrer Jahresversammlung zwei neue Vorstandsmitglieder. Diskussionsthema waren die behördlichen Hürden beim Bauen in der Landwirtschaft. Regierungsrat Fabian Peter versprach schlankere Abläufe.


Regierungsrat Fabian Peter sprach zu den Luzerner Bauern. (v.l.) Vizepräsidentin Regula Bucheli, Gf-Stv Raphael Felder und Präsident Markus Kretz. 


Bauen in der Landwirtschaft beziehungsweise die vielen Hürden und Auflagen beim Bau für Scheunen, Wohnhäuser oder für Räume für die Direktvermarktung beschäftigen die Luzerner Bauern derzeit stark. Das kam in den Voten an der Jahresversammlung des LBV zum Ausdruck. Von unnötigen Einschränkungen und Willkür der Verwaltung war die Rede. Es sei schon widersinnig, wenn Bauern aufgrund der Forderungen von Politik und Gesellschaft neue innovative Betriebszweige aufbauen möchten, auch als Alternativen zur Tierhaltung, und diese aber wegen baulichen Auflagen nicht oder nur sehr schwierig realisieren können.

Spielraum besser nutzen

Regierungsrat Fabian Peter wies darauf hin, dass die meisten Auflagen der Raumplanung vom Bund oder wegen Gerichtsentscheiden vorgegeben seien. Der Kanton bemühe sich aber, den möglichen Spielraum zu nutzen und er versprach, sich für schlankere und effiziente Verfahren bei Baugesuchen einzusetzen. Peter erwähnte die volkswirtschaftliche Bedeutung der Luzerner Landwirtschaft und die gerade aktuell wichtige Rolle zur Lebensmittelversorgung und künftig wohl auch zur Energieversorgung. Er appellierte an die Bauern, das Potenzial für Photovoltaikanlagen zu nutzen, er sei sich aber bewusst, dass viele Rahmenbedingungen noch zu verbessern seien.

Neue Ehrenmitglieder

Die rund 120 Delegierten wählten an der coronabedingt vom Frühjahr auf den Herbst verschobenen Jahresversammlung letzten Freitag in Triengen unter der Leitung von Präsident Markus Kretz zwei neue Vorstandsmitglieder. Elisabeth Rüttimann aus Hohenrain und Thomas Seeholzer aus Meierskappel werden neu im Vorstand vertreten sein. Sie ersetzen Regula Bucheli aus Ruswil und Wendelin Emmenegger aus Schüpfheim. Zu Ehrenmitgliedern ernannt wurden der langjährige Präsident Jakob Lütolf aus Wauwil und die abtretende Präsidentin der Bäuerinnen, Regula Bucheli.

Einstimmig genehmigt wurde die Jahresrechnung, die bei Erträgen von rund 6,3 Millionen Franken mit einem kleinen Defizit abschloss, wegen den grossen Aufwendungen für die letztjährigen Abstimmungskampagnen. Auch aktuell engagiert sich der LBV vehement gegen die Massentierhaltungsinitiative. Martin Rufer vom Schweizer Bauernverband wies auf die Konsequenzen bei einer Annahme hin. Betroffen wären nicht nur Geflügel- und Schweinehalter, sondern auch viele Rindviehbetriebe. 



Geehrte ehemalige Vorstandsmitglieder: v.l. Beat Welthert, Wendelin Emmenegger, Regula Bucheli, Thomas Oehen. 



Text: Albert Bernet, Bilder: zvg

 




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