DV der Mitte Kanton Luzern: Karin Stadelmann ist neue Präsidentin
Christian Ineichen geht, Karin Stadelmann kommt. Die Delegierten haben gewählt: Die Stadtluzernerin Karin Stadelmann ist die neue Präsidentin der grössten Luzerner Partei.
Die über 300 anwesenden Delegierten und Gäste der Mitte Kanton Luzern trafen sich am Donnerstagabend, 1. Februar, in der Stadthalle Sursee zur ersten Delegiertenversammlung 2024. Des Weiteren verabschiedete die Kantonalpartei neben Christian Ineichen auch die Altishofer a. Nationalrätin Ida Glanzmann-Hunkeler. Die Delegierten fassten überdies die Parolen zu den drei Abstimmungsvorlagen vom 3. März.
Karin Stadelmann aus der Stadt Luzern ist die neue Parteipräsidentin der Mitte Kanton Luzern. Die 250 Delegierten folgen mit der Wahl ihrer Findungskommission, die Karin Stadelmann bereits am 26. Januar als Nachfolge vorgeschlagen hat. Die 38-jährige Stadtluzernerin wurde per Akklamation zur neuen Präsidentin der Kantonalpartei gewählt. Christian Ineichen wurde an der DV von Regierungsrat Reto Wyss würdevoll für seinen rund 7-jährigen Einsatz verdankt.
Die neue Präsidentin, Karin Stadelmann, ist schon viele Jahre politisch aktiv: Seit 2018 ist sie Vizepräsidentin der Kantonalpartei. Seit 2019 präsidiert sie die Mitte Stadt Luzern. Im Juni 2021 wurde sie ins Präsidium der nationalen Partei gewählt. Seit 2021 politisiert sie im Luzerner Kantonsrat. Dort präsidiert sie aktuell die Erziehungs-, Bildungs- und Kulturkommission (EBKK). Mit ihrer Wahl steht zum zweiten Mal in der Geschichte eine Frau an der Spitze der grössten Luzerner Partei.
Karin Stadelmann arbeitet an der Hochschule Luzern – Soziale Arbeit am Kompetenzzentrum für Bildung, Erziehung und Betreuung über die Lebensspannen und ist Forschungsverantwortliche.
Deutliche Parolen
Die Delegierten haben an der DV ebenfalls zwei Parolen für die Abstimmungen vom 3. März gefasst. Nach den Ausführungen von Kantonsrat Roger Zurbriggen, Neuenkirch, haben die Delegierten mit 243 Ja zu 12 Nein bei 1 Enthaltung die klare Ja-Parole zum neuen Zivilschutzzentrum Sempach gefasst. Mit 60 Ja zu 191 Nein fasste die Kantonalpartei die Nein-Parole für die Renteninitiative der Jungfreisinnigen. Für die Initiative weibelte Nico Schöpfer, Vizepräsident der Jungfreisinnigen Luzern. Für die Ablehnung der Initiative warb der Ruswiler Mitte-Nationalrat Leo Müller, der mit seinen Argumenten die Delegierten überzeugen konnte.
Die Parole über die 13. AHV-Rente fasste die Mitte Kanton Luzern vergangenen Donnerstag im kantonalen Parteivorstand. Der Parteivorstand lehnt die nicht generationengerechte Initiative einstimmig mit 0 Ja zu 43 Nein klar ab.
Zwei Verabschiedungen
Neben den politischen Themen standen auch zwei Verabschiedungen auf der Traktandenliste. Der abtretende Parteipräsident Christian Ineichen wurde von Regierungsrat Reto Wyss mit einer Laudatio verabschiedet. Wyss betonte, dass Ineichen ein harter Krampfer war, der viel für die Partei bewegt hat. So hat der Marbacher die Partei im Jahr 2017 mit einem Wähleranteil von 23.9% (Stand Nationalratswahlen 2015) übernommen und gibt diese nun gestärkt mit einem Anteil von 27.9% (Stand NR-Wahlen 2023) an Stadelmann weiter. Unter der Führung von Christian Ineichen hat aber nicht nur der Wähleranteil zugenommen, sondern die Partei hat auch zahlreiche Reformen durchgemacht. So war Ineichen der letzte Präsident der CVP Kanton Luzern und zugleich auch der erste der Mitte Kanton Luzern.
Über 30 Jahre politisierte Ida Glanzmann für die Mitte auf verschiedenen Ebenen. Seit 2006 vertrat die Altishoferin die Luzerner Bevölkerung als Nationalrätin in Bundesbern. Sie war nicht nur ein politisches Schwergewicht, wenn es um die Sicherheitspolitik ging, sondern sie war auch sehr populär. So wirkte sie beispielsweise als OK-Präsidentin bei der Seilzieh-WM 2023 in Oberkirch oder am kantonalen Musiktag 2019 in Altishofen. Zudem wurde sie bei den Wahlen stets mit Glanzresultaten bestätigt. Ihr grosses Engagement würdigte der Altishofer Unternehmer Peter Galliker mit einer humorvollen Laudatio.
Die Mitte Kanton Luzern dankt sowohl Ineichen wie Glanzmann für ihre langjährigen Engagements zu Gunsten der Partei. Die Partei wünscht den beiden nur das Beste für ihre Zukunft und freut sich, wenn sie der Mitte-Familie weiterhin erhalten bleiben. Die Delegierten zeigten ihre Dankbarkeit in Form von langen stehenden Ovationen.
Die Parolen auf einen Blick
Zivilschutzzentrum Sempach: Ja-Parole: 243 Ja : 12 Nein : 0 Enthaltungen
Renteninitiative: Nein-Parole: 60 Ja : 191 Nein : 0 Enthaltungen
13. AHV-Rente: Nein-Parole: 0 Ja : 43 Nein : 0 Enthaltungen (Parole wurde im PV gefasst)
Text: zvg, Bilder: Michel Egli