Drei, zwei, eins ... elf nach elf!
«Noch sechs Minuten ...» verkündet Ingrid Oehen im Fläckekafi Beromünster am Montagvormittag kurz nach elf den Countdown zur Fasnachtseröffnung. Die Fleckenzunft ist startklar.
Elfter Elfter um elf nach elf ... diesen Zeitpunkt, der Start in die fünfte Jahreszeit, haben alle echten Fasnächtler im Blut. So findet sich auch die Fleckenzunft Beromünster aus diesem Anlass im Fläckekafi ein, 18 Personen sitzen erst noch etwas verhalten an den Tischen. Locker plaudernd, ein Gläslein vor sich, ein Küchlein in der Hand, erwartet man den besonderen Moment: elf nach elf.
Unspektakulärer könnte dieser Zeitpunkt ja nicht sein. Ein ganz gewöhnlicher Tag, nicht mehr Morgen und noch nicht Mittag. Wem mag das nur einst in den Sinn gekommen sein, dass gerade dann die Fasnacht beginnt? Das spielt den Fleckenzünftlerinnen und -zünftlern schon mal gar keine Rolle. «elfi zää...» ruft Richi in die Runde, der Countdown läuft. «Fünf, vier, drei, zwei ... schöni Fasnacht!» Fröhliches Gläserklirren überall, begrüssen und beglückwünschen – die Fasnacht hat begonnen.
Und eins ist sicher: Dies war garantiert der Auftakt in eine aktivere, lautere und schönere Fasnacht der Fleckenzunft als es im Vorjahr war. Was aber auch nicht schwierig ist, denn die letzte Fasnacht fiel bekanntlich für diese Truppe aus. Schwamm drüber – in diesem Sinne begrüsst Zunftweibel Fadm die kleine Gesellschaft und wünscht allen eine schöne Fasnacht: «Es ist ein Neustart, eine neue Ära beginnt.» In welcher Form und Aufmachung, wird sich am kommenden Samstag am Katharinenbot näher zeigen.
Entgegen zu anderen Jahren, übrigens, suchte man an dieser Möischterer Fasnachtseröffnung Fräcke, Hüte, Federboas und bunte Gewänder vergebens. Was sich aber bestimmt noch ändern wird.
Ursula Koch-Egli