Die Wellen schlugen hoch: Seniorenfasnacht Beromünster
Wenn die ältesten Semester bunt verkleidet Einzug halten in die Narrenzeit, gehts im Bahnhöfli z'Möischter hoch zu und her. Der Frauenbund Beromünster-Gunzwil-Schwarzenbach hisste die Segel, die Zischtigs-Wyber kamen in Fahrt und Zunftmeisterin Petra I. warf alle Sorgen über Bord.
Wenn im Bahnhöfli z'Möischter die Seniorenfasnacht über die Bühne geht, schlagen die Wellen hoch. Im kompakten Rahmen der altehrwürdigen Gastwirtschaft beim Busbahnhof geht es bunt zu und her, wenn ein gutes Dutzend närrisch aufgemachter Seniorinnen und Senioren bei Tische sitzen und dazu einige eingefleischte Stimmungskanonen für Betrieb sorgen. Allen voran die umtriebigen Frauen vom Frauenbund Beromünster-Gunzwil-Schwarzenbach, dieses Jahr in Schwarz-Rot als Piratinnen, mit Oberpiratin Nicole Abplanalp am Ruder, die den Anlass organisierte.
Beim fröhlichen Büchsenschiessen des Frauenbundes wurde der Chef-Pirat gesucht. Für lieblich-bunte Auflockerung sorgte die Spielgruppe von Beromünster, die sich ebenfalls zum Anlass gesellte und ein Tänzchen zum Besten gab. Selbstverständlich mit dabei auf diesem Schiff war eine Delegation der Fleckenzunft mit Kapitänin Petra I., die stolz verkündete, ihr Gesuch, die Wyna in der Winon mit einer Staumauer zu stauen und zu einem schiffbaren Gewässer aufzufluten, sei genehmigt worden. Man vergewissere sich bitte selber.
Wer ebenfalls an jeder Seniorenfasnacht schon seit Jahren dazugehört, sind die legendären Zischtigs-Wyber mit ihrem deftigen Charme. Wehe, kommt man ihnen in die Quere. Piratös aufgemotzt mit Fetzenkleidern und Narben im Gesicht, sorgten sie für ordentlich Unterhaltung in der Gaststube, wo die Polonaise zwischen Tisch und Stühlen gerade Platz fand, sich hindurchzuschlängeln. Eviva, Espana ... in Dauerschlaufe mit dem unverwüstlichen Pauliero als Entertainer. Was für ein Fest!
Die Zischtigs-Wyber aber, so befand Piratin Liselotte mit schrägem Capt'n Sparrow-Blick, sie machten garantiert noch weiter bis am Mittwochmorgen. Der Chef-Pirat wird bis dahin hoffentlich auch gefunden worden sein.
Ursula Koch-Egli