Die Schlössli Höchi: Ein Geschenk mit Verfalldatum!
Zonenplanung ist ungerecht: Die Gemeinde verteilt Bauland als Geschenk. Die einen bekommen viel, die meisten nichts. Das war schon das Problem beim ersten Zonenplan von 1975: Um an der Gemeindeversammlung die nötige Zustimmung zu erreichen, wurden auch Grundstücke eingezont, die sich für die Überbauung nicht eignen, wie z.B. die Schlössli Höchi.
Bei der Revision des Zonenplans von 2004 wurde die Schlössli Höchi mit einem Verfalldatum versehen: Wenn das Geschenk bis in 10 Jahren nicht abgeholt wurde, war es hinfällig, hätte die Gemeindeversammlung über die Rücknahme befinden müssen. Das hat nicht stattgefunden. Deshalb ist es höchst zweifelhaft, ob das Geschenk heute noch gilt.
Die Initiative will weniger als die Hälfte des Geschenks zurückhalten, der grössere Teil darf abgeholt werden, ein immer noch grosszügiges Geschenk: 3200 m2 mit einem Verkehrswert von rund 2.5 Millionen Franken. Auch wenn die südliche Parzelle nicht überbaut werden kann, bleibt es ein Geschenk!
Das und einiges andere hätte ich am 1. März in der Mehrzweckhalle klarstellen wollen, durfte als Auswärtiger aber nicht reden. Die auch auswärtigen Gutachter der Gemeinde waren zwar nicht persönlich anwesend, aber ihre umstrittene Aussage hing als Drohung im Saal: dass es 2.2 Millionen Franken kosten würde, das Geschenk zurückzuholen! Dass die geplante Überbauung für Beromünster ein Geschenk wäre, wird niemand ernsthaft vertreten!
Hugo Wandeler, Zürich