Skip to main content Skip to page footer

Die Botschaft wird innert weniger Sekunden erfasst

Digitale Plattformen gehören längst zum Alltag in Kommunikation und Werbung. Gegenüber physischen Informationsträgern haben sie punkto Schnelligkeit und Verbreitung unübertreffliche Vorteile. Keine Firma, keine Behörde und kaum eine Privatperson, welche die Onlinemedien nicht nutzt. Dennoch sind Werbeträger aus Papier nicht wegzudenken. Einer davon ist das Plakat.

Werbung, die neugierig macht: Die Plakate mit dem roten «M» fallen auf und verraten noch nicht zuviel.


Unübertrefflich in Sachen Sichtbarkeit und aus der (Medien-) Landschaft nicht wegzudenken sind aber nach wie vor grossflächige Plakate im Weltformat. Auffällig stehen sie als Werbeträger an allen wichtigen Passagen und Verkehrswegen. Gross, bunt, den Blick auf sich ziehend – plakativ eben.

Jonas Elmiger, Kreationsleiter bei Wallimann Druck und Verlag AG in Beromünster weiss, wie und weshalb ein gutes Plakat funktioniert. «Die Botschaft auf einem Plakat muss innert weniger Sekunden erfassbar sein, sonst funktioniert es nicht. In der kurzen Zeitspanne des Vorbeifahrens werden etwa ein bis zwei Elemente wahrgenommen», so Elmiger. «Daher wirken Bilder und Zeichen besser als zu viel Text. Kurze, klare Botschaften, die neugierig machen auf mehr!»

Neugier und Überraschung

An den meisten Ortseingängen der Region stehen Plakate mit verschiedensten Botschaften. Abstimmungsparolen, Pandemiemassnahmen, Fasnachtsveranstaltungen, Freilandeier... das Spektrum ist breit. Neu und deshalb augenfällig sind auch die Plakate mit dem leuchtend roten «M» auf weissem Grund. Auch bei längerem Betrachten gibt diese Grafik ihre Botschaft nicht preis. Noch nicht. «Auch das ist eine Strategie in der Werbung», verrät Jonas Elmiger. «In einer Plakatreihe können Inhalte über mehrere Wochen aufgebaut werden – Neugier und Überraschung sind schliesslich die besten Werbepartner!» Was steckt hinter dem roten «M» auf den Plakaten im Michelsamt, die diese Woche neu in der Region platziert wurden?

Gemäss Michael Engels, Kundenberater bei Swiss Plakat, ist eine Fortsetzung dieser augenfälligen Hingucker bereits geplant. Über deren Inhalt und wer genau dahinter steckt, durfte er allerdings keine Auskunft geben. Man darf also gespannt bleiben und die Augen offen halten.

«Schlau ist, wer...»

Auch für Onlinemedien wird nach wie vor physisch geworben, eben auch auf Plakaten. «Lustigerweise braucht es immer noch das Papier, um die Onlinemedien voranzutreiben», meint Patrick Wicki, Geschäftsleiter der Wallimann Druck und Verlag AG, erfreut. «Das zeigt, dass Printmedien neben Onlinemedien nach wie vor ihren Stellenwert haben.» In anderen Worten drückt dies der aus Beromünster stammende Philosoph und Publizist Ludwig Hasler aus: «Jedes Medium hat seine eigene Stärke und schlau ist, wer die Medien vielfältig nach ihren Stärken nutzt!» 


Text und Bilder: Ursula Koch-Egli



Auf die Fortsetzung dieser Plakatserie, wie hier in Neudorf gesehen, darf man gespannt sein.









Das könnte Sie auch interessieren