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Die besten Debattierenden der Schweiz sind bekannt: Tobias Steffen (15) aus Rickenbach auf höchster Stufe dabei

Sechs Jugendliche gewinnen das Nationale Finale von Jugend debattiert. Am 22. und 23. März kämpften 60 Jugendliche in Bern um den Titel der oder des besten Debattierenden der Schweiz. In zwei Vorrundedebatten und einer Finaldebatte massen sich die Schülerinnen und Schüler in zwei Alters- und Sprachkategorien. Tobias Steffen aus Rickenbach, der die Kantonsschule Beromünster vertreten hat, war ebenfalls in der Finaldebatte vertreten. Matthias Gaiser und Marco Stössel ordnen dies ein.

Die stolzen Teilnehmenden am Nationalen Finale in Bern.


Debattiert wurde über Themen wie die Beschränkung künstlicher Intelligenz zum Schutz von Schweizer Arbeitsplätzen, den kostenlosen Zugang zu psychischer Gesundheitsversorgung oder die Abschaffung von Bargeld in der Schweiz.

In den Finaldebatten lieferten die Finalistinnen und Finalisten auf Deutsch sowie auf Französisch starke und fundierte Argumente. Debattiert wurde über die kostenlose Benutzung des öffentlichen Verkehrs unter 16 Jahren (Sek I) und über den Bau von Kraftwerken in Naturschutzgebieten (Sek II). «Hier fällt sehr stark auf, wie ein Generationenwechsel stattfindet, denn die Jugendlichen gehen viel respektvoller miteinander um. Niemals hört man hier die abwertende Tendenz, die man oft in der Politik sieht. Ich bin gespannt, wie sich die Gesellschaft dadurch in Zukunft verändern wird.», so Claudia Blumer, heutiges Jurymitglied und Redaktorin von 20 Minuten. Letztlich konnten Alina Stadler der Sekundarschule Pratteln, Esteban Fiaux & Félix Paillard der École secondaire de Moudon-Lucens et environs, Leno Ernesto Ferrara der Kantonsschule Menzingen sowie Victoria Rauber & Ilham Schreiber des Gymnase français de Bienne das Nationale Finale für sich entscheiden. 

«Ich glaube, das coolste ist natürlich die Debatte und einfach das Geniessen vom ganzen Erlebnis. Ich schätze es sehr und bin sehr glücklich!», kommentiert der Zuger Sieger Leno Ernesto Ferrara. 

Das Nationale Finale fand im Hauptsitz der Mobiliar statt, der Hauptförderin des Programms. Ebenfalls unterstützt wird Jugend debattiert von der Gossweiler Stiftung und der Stiftung Wegweiser.

Am Freitagnachmittag hatten die Jugendlichen zudem die Möglichkeit, sich in einer Diskussionsrunde mit den Parlamentarierinnen und Parlamentariern Gerhard Andrey, Valérie Piller Carrard, Marc Jost, Damien Cottier und Sarah Wyss zu unterhalten. Das Gespräch war interessant und voller kontroverser Fragen von Seite der Jugendlichen.



Tobias Steffen aus Rickenbach in der Endrunde.


Matthias Gaiser, Verantwortlicher für Jugend debattiert, KSB, sagt: «Es war beeindruckend und eine Freude, den beiden Debattierenden der Kantonsschule Beromünster bei ihren Auftritten zusehen und zuhören zu dürfen. Tim Krauer hat es trotz einer starken Leistung nicht in die Endrunde geschafft. Dafür wurde Tobias Steffen für seine herausragende Leistung mit einem Platz in der Endrunde belohnt und hat sich dort ausgezeichnet geschlagen. Der Einsatz aller Beteiligten und die Unterstützung durch die Schule, durch weitere Lehrpersonen, vor allem aber durch Mitschülerinnen und Mitschüler, ganz speziell auch durch die Teilnehmenden des Debattier-Clubs, die mit uns in Bern waren, und Angehörige - all das hat sich ausgezahlt.»

Rektor Marco Stössel sagt: «Es zahlt sich aus, dass wir an der Kanti Beromünster das Debattieren fördern. Und ich bin extrem stolz, dass unsere Schülerinnen und Schüler diesen Steilpass mit grossen Engagement aufnehmen. Wir gratulieren allen Teilnehmenden, insbesondere Tobias Steffen für den grossen Erfolg.»

Die Siegerinnen und Sieger

Sek I Deutschschweiz: Alina Stadler der Sekundarschule Pratteln

Sek I Westschweiz: Esteban Fiaux & Félix Paillard der École secondaire de Moudon-Lucens et environs Sek II Deutschschweiz: Leno Ernesto Ferrara der Kantonsschule Menzingen

Sek II Westschweiz: Victoria Rauber & Ilham Schreiber des Gymnase français de Bienne


Leno Ernesto Ferrara von der Kantonschule Menzingen, der strahlende Sieger der Sek II. Deutschschweiz.


Alina Stadler, Sekundarschule Pratteln, Siegerin der Sek I. Deutschschweiz.


Die Methode von Jugend debattiert

Die Jugendlichen vertreten nicht zwingend ihre eigene Meinung, denn die Pro- und Kontra-Positionen werden erst kurz vor Beginn ausgelost. Anders als bei vielen politischen Debatten sind den Debattieren-den nachvollziehbare Argumente sowie eine anständige Redensweise wichtig. Die Debatte folgt einer klaren Struktur: Eröffnungsrede, freier Austausch und Schlussrede mit zwei Debattierenden auf der Pro- und zwei auf der Kontraseite. Die Teilnehmenden werden dabei jeweils von einer dreiköpfigen Jury aus Politik, Wirtschaft, Medien sowie von ehemaligen Programmteilnehmenden (YES Alumni) nach den Kriterien Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft beurteilt. Die vier Debattierenden pro Sprache (Deutsch und Französisch) und Schulstufe (Sek. I und II) ziehen in die Finalrunden ein.


Über Young Enterprise Switzerland (YES)

YES ist der führende Anbieter von praxisorientierten Wirtschafts- und Meinungsbildungsprogrammen für Schulen in der Schweiz. Kinder und Jugendliche erleben und erfahren unsere Wirtschaft, erkennen gesellschaftliche Zu-sammenhänge und bilden sich eine Meinung. Sie entwickeln ihre Potenziale, vernetzen sich und finden ihre Rolle in der Arbeitswelt. Allein im Schuljahr 2022/2023 nutzten schweizweit rund 9 300 Jugendliche, 690 Lehrpersonen und 800 Volunteers unsere sechs Programme: Unsere Gemeinde und Pintolino (Primarstufe), Fit für die Wirtschaft (Sekundarstufe I), Jugend debattiert (Sekundarstufe I und II) sowie das Company Programme und die Wirtschafts-Olympiade (Sekundarstufe II).


Text: Karl Heinz Odermatt / YES, Bilder: zvg




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