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Der fröhliche Gott war dabei – Fasnachtsgottesdienst

Am Sonntag, 12. Februar, lud die Pfarrei Hildisrieden zum traditionellen Fasnachtsgottesdienst ein. Die Götschizunft mit Zunftmeister Oliver I. Rüttimann, seiner Frau Rita und Familie sowie die «Lüütertüter Höudisriede» wirkten aktiv mit. Der Liturge Franz Troxler führte fasnächtlich gelassen und würdig durch die Feier. Sieglinde Zihlmann unterstützte das liturgische Geschehen an der Orgel.

Die Lüütertüter mit Tambi Stefan Barmet füllen die Kirche mit fasnächtlich-heimeligen Klängen.

«Verbii isch es mit der kirchliche Rueh – herrsche tuet jetz freudigs Tue!»

Mit Hut und Schnauz «zünftig» dekoriert, so zog der Seelsorger mit der Liturgiegruppe und den Verantwortlichen für die Hildisrieder Fasnacht durch den Hauptgang in den Chorraum der Kirche. In Versform begrüsste er das fasnächtlich gestimmte Volk: «D`Organistin ond de ‹Seelsorge-Franz›, die mached jetz ned e Tanz, aber wönd euch `s Härz chli unterstütze, was em Bäte und Singe au no chönnti nütze.» «Jesus, der uns Menschen nahe ist, der gerne unter gut gestimmten, fröhlichen Menschen war, ist jetzt sicher auch gerne hier», meinte der Seelsorger.

Die grosse Delegation der Götschizunft.
Der Gottesdienstleiter Franz Troxler mit Hut und Schnauz, ihm gfauts`.

Sorget euch nicht um morgen

«Sorget euch nicht um morgen, der morgige Tag wird für sich selbst sorgen. Jeder Tag hat genug eigene Sorgen». Diesen Satz aus dem Matthäus-Evangelium setzte der Theologe als Leitfaden des Gottesdienstes. Gelassenheit empfahl er für die nächsten und folgenden Tage. Unterstützt hat diese Botschaft die eindrückliche Geschichte des alten Bauern mit seinem Pferd für die Feldarbeit. Eines Tages entfloh das Tier in die Berge. Die Nachbarn und Freunde des Bauern bedauerten sein Pech. «Pech? Glück? Wer weiss?», war die Antwort des Bauern. Als das Pferd mit einer Herde Wildpferde zurückkehrte und ihm seine Mitmenschen zum grossen Glück gratulierten, meinte er: «Glück? Pech? Wer weiss?» Weiter ging es so. Der Bauer reagierte immer gelassen. Auch aus einer unglücklichen Situation kann etwas Positives entstehen. Dazu trug die Frau des Zunftmeisters die passenden, eindrücklichen Fürbitten vor.

Lebensfreude bis unter das Kirchengewölbe

Die Ponchoträger und Lamapfleger, die Lüütertüter, spielten die Lebensfreude bis unter das Kirchengewölbe. Wiederum sehr berührt hat «Fix You» (Ich will dich aufrichten) von Coldplay. Alle Stücke, auch die beim anschliessenden Tee-/Kaffee-Trunk, wurden engagiert dargeboten und kamen farbenfroh in der Gottesdienstgemeinschaft an. Die klare Führung des Tambourmajors Stefan Barmet hat Wesentliches dazu beigetragen.

Am Schluss dankte Zunftmeister Oliver I. für das Mitfeiern und -leben der Fasnachtstradition. Er lud alle ein, anschliessend ein saisonales Getränk, offeriert und ausgeschenkt von der Götschizunft, sowie etwas aus Frau Zunftmeisters Backstube zu sich zu nehmen: «Beschäftigt euch mit dem ‹Hier und Jetzt› gemäss dem Bibelwort, das ‹morgen› kommt dann später!»

Die Fahnendelegation der Götschizunft beim Fahnengruss zu Beginn des Gottesdienstes.
Der Zunftmeister Oliver Rüttimann, begleitet vom Weibel Armin Hurni, bei seiner engagierten Schlussrede. 


Auch draussen, bei fasnächtlich-vorfrühlingshaftem Wetter, hatten die Lüütertüter-Klänge ihre Wirkung.

Emil Barmet




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