Den veränderten Lebensbildern anpassen ist wichtig
Die Renteninitiative verlangt im Grundsatz eine Anpassung des Rentenalters an die Lebenserwartung. Da heute der Bezug der AHV aufgrund der gestiegenen Lebenserwartung viel länger dauert und somit auch an den einzelnen AHV-Empfänger viel mehr bezahlt wird als 1948 berechnet, muss das Gleichgewicht zwischen Einnahmen und Ausgaben langfristig gesichert werden. Wir werden nicht nur länger eine Rente beziehen, sondern auch fitter sein und deshalb länger beziehen können! Auch fitter, um länger zu arbeiten. Ich kenne viele, die gerne länger als 65 arbeiten würden – sie dürfen aber nicht, weil das Rentenalter so gesetzt ist. Man müsste ja nicht zwingend Vollzeit arbeiten, es könnte auch Teilzeit sein. Wichtig ist, dass die sehr strengen Berufe, wie das jetzt der Fall ist, ein früheres Pensionsalter haben.
Mit all den veränderten Lebensumständen braucht es ein grundsätzliches Umdenken. Kürzlich war zu lesen, dass sich im 2023 wieder mehr Personen frühzeitig pensionieren liessen als im Jahr davor. Wenn sie das möchten und sich leisten können und wollen, sollen sie. Oft bezahlen sie auch noch ihre Beiträge in die Sozialkassen. Umgekehrt gibt es viele, wie erwähnt, die länger arbeiten möchten, das leider nicht können. Ich hoffe, dass ich die Gesundheit geschenkt bekomme und bis 70 arbeiten kann.
Die Renteninitiative ist ein wichtiger Schritt zu Anpassungen in die richtige Richtung, deshalb «Ja»!
Rosy Schmid, Hildisrieden