Skip to main content Skip to page footer

Den natürlichen Kreislauf wieder schliessen

Leidenschaftliche Gärtner aufgepasst: Sandra Galliker vom Riedhof Lädeli in Gunzwil bietet neue Kurse an. Es geht um effektive Mikroorganismen und das Gärtnern im Einklang mit den Mondphasen. 

Der Salat spriesst dank EM auch ohne Kunstdünger voluminös aus dem Boden empor. (Bild: zvg)

Die Konsumenten legen immer mehr Wert auf gesunde Lebensmittel. So wuchs das Label «Bio Suisse» im 2020 um knapp 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr und hat nun einen Marktanteil von rund 10,8 Prozent, wie es auf der Website heisst. Doch der Trend zu gesunden Lebensmitteln geht noch weiter. Neuen Aufwind bekommt dabei die Arbeit mit sogenannten «Effektiven Mikroorganismen», kurz EM. Diese 100-prozent natürliche Methode regeneriert den Boden und fügt ihm wieder wichtige Mikroorganismen zu. Welchen Effekt EM auf den Gemüsegarten hat, lässt sich bei Sandra Galliker im Riedhof in Gunzwil bestaunen. Ohne Pestizide und Kunstdünger gedeiht hier das Gemüse und die Blumen prächtig. Sandra Galliker ist sichtlich stolz, wenn sie von der EM-Methode erzählt. Nachhaltigkeit und das Tierwohl waren ihr schon immer wichtig. Sie weiss seit ihrer Ausbildung zur Gärtnerin von der positiven Wirkung der effektiven Mikroorganismen. Nun hat sie im Frühjahr 2019 das grüne Wunder wiederentdeckt. «Die Coronapandemie und die beiden Initiativen gegen die Landwirtschaft haben mich wieder zu EM geführt», sagt Sandra Galliker. Gesunde Lebensmittel würden auch künftig bei den Konsumenten gefragt sein, so ist sie überzeugt. «Bio wird sicher immer wichtiger, nicht nur in der konventionellen Landwirtschaft, auch in den Privatgärten.» Hier könne EM eine gute Ergänzung leisten. «EM ist nicht gleich Bio aber es ist ein guter Weg ohne Pestizide und Kunstdünger zu arbeiten», erklärt Sandra Galliker. Ein wichtiger Ansatz ist dabei, den Kreislauf zu schliessen. So kann in zwei Monaten mit EM aus Küchenabfällen oder Kompost nährstoffreiche Erde gemacht werden.

Kaum Mehraufwand

«Das Schöne ist, dass der Kreislauf geschlossen wird und man dem Boden wieder etwas zurückgibt», sagt Sandra Galliker. Ebenso schön: Es braucht keinen grünen Daumen, um mit EM die Erde wieder zu bereichern. Sie ist überzeugt: Mit EM kann jeder Boden nach drei Jahren wieder schwarze Erde aufweisen und es ist nie zu spät seinen Boden aufzuwerten, und dies ohne grossen Mehraufwand. Wie das funktioniert, erklärt sie nun in verschiedenen Kursen, die im März beginnen. Mit den effektiven Mikroorganismen hat sie aber nicht nur positive Erfahrungen im Garten gemacht. Auch bei den Tieren arbeitet Sandra Galliker mit EM. So mischt die sie jeweils Biolit ins Sandbad der Pro Specie Rara Appenzeller Barthühner. Diese Mischung trocknet die Milben aus, die sich im Gefieder der Hühner verstecken. Aber nicht nur mit EM wird gegärtnert, nein auch schon mehrere Jahre nach dem Mond. Das Gärtnern mit dem Mondkalender greift auf ein jahrhundertealtes Wissen zurück. Doch auch der Mondkalender hat den Sprung in die Moderne geschafft. So arbeitet Sandra Galliker heute mit der App «Moon Worx» auf dem Mobiltelefon. Weitere Infos auf www.riedhof-laedeli.ch

Sandro Portmann




Das könnte Sie auch interessieren