Das war das Tageslager Ausgabe Nr. 24: «Was esch Kunst?» – «Das esch Kunst!» (mit grosser Bildergalerie und «Aufgeschnappt im Lager»)
Das Tageslager im Michelsamt – wenn es dies nicht gäbe, man müsste es erfinden... Seit 2001 wird in der Tageslagerwoche gespielt, gelacht und entdeckt. Hier der subjektive «Best-of»-Bildbericht von der diesjährigen Ausgabe beider Lagerstandorte.
Die Hauptverantwortliche Evi Gassmann fasst das Lager für den Anzeiger Michelsamt zusammen: «Es war einmal mehr ein tolles Lager mit vielen schönen Begegnungen, strahlenden Kinderaugen, dreckigen Kleidern, genialen kleinen und grossen Künstler:innen, und, und, und. Ein ganz grosses Dankeschön geht ans ganze Leiterteam, denn ohne sie wäre dies alles gar nicht möglich. Auch ein Dankeschön an alle Eltern, die ihre Kinder während den Lagertagen uns anvertrauen und jedes Jahr so zahlreich vom kleinen Knopf bis zum Oberstüfler anmelden. Es spuken schon wieder Ideen fürs nächste Jahr umher. Dann gilt es das 25-Jährige zu feiern. Denn nach dem Lager ist ja bekanntlich vor dem Lager...»
Die reformierte Kirchgemeinde und die katholische Pfarrei Beromünster sind die Veranstalter des Tageslagers für 195 Kinder, die von 50 Leitern an zwei Standorten betreut werden. Ein durchschnittlicher Tagesablauf: Besammlung um 9.30 Uhr im reformierten Kirchgemeindehaus Gunzwil. Tageslagerlied singen, gespannt sein aufs tägliche Theater, spielen, basteln, schminken, Haar flechten, Freundschaftsbändeli knüpfen, Wasserschlachten, im Wald Hütten bauen, Tattoos anfertigen, und vieles mehr. Dann gemeinsam zu Mittag essen, Mittagssiesta, Nachmittags verschiedene Gruppenaktivitäten dem Thema entsprechend, vergnügen, singen, basteln, tanzen, Freundschaften knüpfen...
Natürlich gilt es auch vielen im ganzen Unterstützungs-Netzwerk zu danken. Hier nochmals Evi Gassmann: «Besten Dank an alle Sponsoren und alle, die uns in irgendeiner Form unterstützt haben: unsere Kuchenbäckerinnen, die Gemeinde Beromünster, Markus und Marie Theres Bucher, Evi und Ady Niederberger, der Korporation Gunzwil für den Lagerplatz, der Familie Furrer Martin für den Lagerplatz in der Bogete, den Feuerholz-Sponsoren, der Jurt Metzgerei Rickenbach, der Valiant Bank und an Gaia's Garden Pfeffikon. Sie alle sind für den Erfolg des Tageslagers matchentscheidend.»
Aufgeschnappt im Lager:
«Ech ha eigentlech gar ned gärn Risotto, aber ehr chochid so guet, ech cha gar ned wederstoh.»
«Hey du, besch emmer no mi Frönd.»
«Geds es Anmeldeformular woni cha usfölle förs Lager 2025?»
«De Füürimaa esch ou e Könstler, dä cha sogar bi Räge es Füür mache.»
«Das Holzhuus won ehr bouet hend esch jo mega cool, aber es hed jo gar ke Tüürefalle.»
«Ech hätt wöue es Raclette metnäh, aber mis Mami hed gseid: im Sommer macht mer das ned.»
«Mer müend s'Lagerlied nor 9 mol henderenand senge und scho semmer ofem Lagerplatz.»
«Konscht esch alles, sogar forze. Well mine Papi cha vel lüüter forze als ech, ond mis Mami cha sogar liislig forze.»
Bericht vom Tageslager 2024 der «Grossen»
«Was ist Kunst?» Diese Frage stellten sich alle, die am Tageslager 2024 teilnahmen. Am Montagmorgen trafen wir uns alle im reformierten Kirchenzentrum in Gunzwil. Nach einem Theater und dem Lagerlied liefen die grösseren Kinder 10-13 Jahre zur Bogetenhütte in Gunzwil. Dort durften wir den Tag gemeinsam verbringen und vieles über die Kunst herausfinden. Zusammen malten wir Taschen, T-Shirts, Holzstecken, Steine und vieles mehr an, sodass der Lagerplatz schon bald völlig farbig war. Ebenfalls mit verschiedenen Naturmaterialien fertigten wir viele Kunstwerke, und auch mit Draht formten wir verschiedenste Figuren. Zusammen erschufen wir viele verschiedene Kunstwerke. Wir lernten auch, dass anfeuern eine Kunst ist, die uns nicht immer gelang. Aber dank dem Hüttenwart Galliker Alois, der uns jeden Tag ein Feuer entzündete, konnten wir doch gemeinsam eine Wurst bräteln.
Eine weitere Form von Kunst ist auch der Tanz. Das entdeckten wir, als wir uns für den Gruppenwettkampf vorbereiteten, der immer am Mittwochabend stattfindet. In den verschiedenen Gruppen übten die Kinder fleissig das Lagerlied und performten dazu einen Tanz. Jede Gruppe lieferte eine super Choreografie ab, was es der Jury gar nicht einfach machte. In noch vielen weiteren Kategorien massen sich die Kinder, unter anderem beim besten Witz, das beste Leiterverkleiden oder das beste Foto vom Foto-OL, der am Mittwochmorgen in Beromünster stattfand.
Am Donnerstag an der Siegerehrung erfuhren wir, dass Gruppe «Brombeere» den Wettkampf gewann. Die Kinder freuten sich sehr über die verschiedenen Preise, wo sich jeder einen aussuchen durfte. Schon bald darauf machten wir uns auf den Weg nach Gunzwil zum Lindenschulhaus, wo die Finissage stattfand. Dort stellten wir alle unsere Kunstwerke aus, sodass die Eltern sie bestaunen konnten. Am Schluss sangen alle zusammen noch das Lagerlied, das bis dahin hiess «Was ist Kunst?», doch zum Schluss sangen wir alle laut und kräftig «Das ist Kunst!» Denn nun wusste jeder, was Kunst bedeutet.
Melanie Glanzmann
BILDER VOM LAGER DER GROSSEN:
Fotos sind auf der Homepage www.tageslager.ch
Fundsachen können bei Eveline Gassmann abgeholt werden.
Text: Karl Heinz Odermatt / Evi Gassmann / Melanie Glanzmann, Bilder: Simon Baumeler / Sarah Troxler