Das goldene Handwerk
Wenn mir jemand am Ende meiner Schulzeit gesagt hätte, dass ich einmal Sekundarlehrer sein werde, hätte ich diese Person wohl mit einem sehr fragenden Gesichtsausdruck angeschaut. Ich besuchte in Stans die Realschule, in Luzern heute Niveau C genannt.. Für mich war damals immer klar, dass ich mich zum «goldenen Handwerk» hingezogen fühlte. Ich absolvierte eine Schnupperlehre als Schreiner und eine als Maschinenmechaniker. Beide Betriebe sagten mir für die Lehrstelle zu. So stand ich vor der Qual der Wahl und entschied mich schlussendlich, eine vierjährige Lehre als Maschinenmechaniker, heute Polymechaniker, zu machen. Nach der abgeschlossenen Lehre durfte ich in meinem Lehrbetrieb weiterarbeiten und bildete Lehrlinge im Bereich CNC-Fräsen aus. Der Wunsch mich im Beruf und auch persönlich weiterzubilden, führte zur Berufsmatura mit dem Ziel, später Maschinenbau in Horw zu studieren. Die spannende Arbeit, junge Erwachsene auszubilden, liess mich jedoch nicht los. So stiess ich per Zufall auf das Angebot der Pädagogischen Hochschule Luzern, die mir ohne gymnasiale Matura via Passerelle einen Zugang zu einem Masterstudium als Sekundarlehrperson möglich machte. Die spannende und sehr vielseitige Ausbildung an der PH Luzern sprach mich an und so kam ich vom Maschinenbaustudium ab und schlug den Weg zur Sekundarlehrperson ein.
«Die Lehre gab ein solides Fundament.»
Marcel Bättig
Die Möglichkeiten unseres Bildungssystems zeigen an meinem Weg auf, dass nach einer Lehre alles offensteht, auch ein akademischer Weg. Für mich persönlich gab dieser Weg ein solides Fundament, um in meiner aktuellen Herausforderung bestehen zu können. Auch der Beruf als Lehrperson ist auf seine Art ein Handwerk. Ich bin im Herzen ein Handwerker, derv junge Erwachsene auf ihre Berufswelt vorbereitet und den Weg über das «goldene Handwerk» nur empfehlen kann.