Buchtipp: «Was du mir bedeutest»
Ein berührender Roman von Sofia Lundberg, der die Themen Liebe, Verlust und die Bedeutung von Erinnerungen behandelt. «Was du mir bedeutest» - der aktuelle Buchtipp der Bibliothek Beromünster.
Als Hanna ihr neuestes Kunstwerk im Museum für Moderne Kunst in Stockholm präsentiert, weiss sie, dass das Publikum eine weitere ikonische Engelsfigur erwartet. Stattdessen steht eine aus Gerümpel zusammengewürfelte Kommode auf der Bühne.
Niemand weiss, was für eine tiefe Bedeutung dieses Ausstellungsstück für Hanna hat. Als die Journalisten sie mit Fragen bestürmen, entdeckt Hanna einen Mann und ein kleines Mädchen in der Menge, die in ihr längst verdrängte Erinnerungen wachrufen. Erinnerungen an ihre grosse Liebe, ihre idyllische Heimat, aber auch an die dramatischen Ereignisse eines Sommers, die dafür sorgten, dass sie alles, was ihr jemals etwas bedeutete, hinter sich lassen musste.
Die Geschichte folgt der Protagonistin, die durch die Briefe ihrer verstorbenen Grossmutter in die Vergangenheit eintaucht. Diese Briefe enthüllen nicht nur die Lebensgeschichte der Grossmutter, sondern auch die tiefen emotionalen Bindungen und die Herausforderungen, die sie überwinden musste.
Lundberg gelingt es, mit ihrer einfühlsamen Erzählweise und den lebendigen Charakteren die Leser zu fesseln. Themen über Suchterkrankung, Gefühle und Sorgen von Pflegeeltern werden sehr feinfühlig geschildert. Die Mischung aus Vergangenheit und Gegenwart verleiht dem Buch eine besondere Tiefe und macht es zu einer bewegenden Lektüre. Ein herzlicher und nachdenklicher Roman, der lange nachklingt.
Silvia Meier-Frei
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