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Brunch in der Tradition des römischen Gelages – «Veni, vidi, whisky»

Veni, vidi, vici: Ich kam, sah und ­siegte. Das behauptete der selbstbewusste römische Feldherr Julius ­Cäsar 50 Jahre v. Chr. Die Lüütertüter Höudisriede (LTH) nahmen dieses geflügelte Wort als Motto für die Fasnacht 2022 und übersetzten es frei: «Wir sind gekommen, haben uns umgeschaut und uns erfolgreich mit dem richtigen Getränk gegen ­Corona verhalten.»


Am vergangenen Sonntag luden die LTH zu ihrem 15. Brunch in die InPuls-Halle Hildisrieden ein. Sehr viele Gönner und LTH-Fans konnte der Präsident Thomas Furrer begrüssen, die Halle war stimmungsvoll gefüllt mit Fasnachtsfreudigen. Die Anwesenden genossen das reichhaltige Zmorge-Angebot fast in «römischer Orgien-Tradition». Trotz intensivem Auftritt in der Nacht davor hinterliessen die Jugendlichen einen sehr guten Eindruck. An den Tischen im Foyer bedienten die jungen Frauen und Männer die Gäste vorbildlich gemäss BAG-Schutzkonzept. Im Saal waren gute Spuren des noch nicht abhandengekommenen Dorfgeistes zu spüren.

Feldherr Julius Cäsar, seine Frauen und kampfbereiten Männer

Carmen Fleischli, Chefin (oder Cäsarin?) des Mottogrüpplis, präsentierte gekonnt, wie das heurige Motto entstanden ist und wie man zu den dazu passenden Kleidern gekommen ist. Sie dankte im Auftrag der LTH allen Schneiderinnen und Näherinnen, die das prächtige römische Erscheinungsbild des Vereins entstehen liessen. Einzig die Beine und Füsse einiger waren noch nicht ganz «Römer-like». Der Tampi, Stefan Barmet, als Feldherr Julius Cäsar brillierte mit seinem prunkvollen Gewand und der Standarte als Symbol der Macht. Auch er fand öffentlich dankende Worte für seine Gewandmacherin. Für die Grinde vor allem für den Tampi-Grind mit dem roten Helmbusch zeichnete wiederum der Künstler Pito Peinado aus Reussbühl zur besten Zufriedenheit aller Verantwortlichen.

Die Römer brachten spanischen Wein aus einem Kriegszug mit

Wie immer gab es eine Präsentation mit Degustation des Gönnerweins des Jahres. Eine Flasche des edlen Getränks kostete 50 Franken (oder 50 Sesterze?). Das berechtigte den Käufer:in für ein Jahr das Prädikat «Gönner:in der Lüütertüter» zu tragen. Wer nicht gerne Wein trinkt, konnte beim Verlassen der Halle einen freien Unkostenbeitrag in die bereitstehende Tuba werfen. Der LTH-Wein des Jahres 2022 ist der «Altos de Rioja Crianza», ein interessantes Duftspiel in der Nase sowie im Gaumen. Diesen Tropfen wählte der Vorstand im Hause «Widmer Selection» in Eschenbach aus.

Lüütertüter haben das Fasnachtsvirus übertragen

Die traditionelle Darbietung der Gastgeber durfte natürlich auch heuer nicht fehlen. Neben ein paar Klassikern wie «Fix You» von Coldplay waren drei neue Stücke auf dem Programm. «Ewigi Liäbi» von Mash in der Coverversion der Schweizer Rockband «QL», am Anfang langsam und dann in eine Rockversion mündend, spielten die Guugger:innen sehr gerne. «Since U Been Gone» von Kelly Clarkson forderte einige Bläser:innen heraus. Vor allem für die ersten Trompeten gab es sehr hohe Passagen. «Kings and Queens» von Ava Max zeigte eine weitere Facette der LTH, die sonst eher selten aktuelle Charthits spielt. Auch im musikalischen Bereich vermochte die fasnächtliche Jugend zu überzeugen und liess keine Müdigkeit nach der «Eichleguuggernacht» durchscheinen. Die LTH kann nicht nur Fasnacht machen, sondern auch einen geschätzten Dorfanlass erfolgreich durchführen, für den Vize-Präsi Ramon Wolf und Manuela Kottmann verantwortlich zeichneten.

«Es war ein Hammer-Event!»

Die am ganzen Anlass bis nach den letzten Klängen begeistert mitgehende Gemeindepräsidentin Monika Emmenegger meinte nach dem Event sichtlich zufrieden: «Es war ein Hammer-Anlass. Ich bin begeistert von der diesjährigen Umsetzung, die römischen ‹Grende› und Gewänder sind ganz mein Geschmack. Es ist genial, so motivierte junge Leute im Dorf zu haben, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und für andere etwas Stimmiges zu organisieren.»

Prächtige, farbenfrohe Fasnachtsstimmung bei den LTH, die Römer hätten es nicht besser hingebracht...


Text und Fotos: Emil Barmet




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