Bock auf Steinbock, Pelz und Churer Röteli
Der Zunftball der Fischlizunft Rickenbach geht pelzig in die Annalen ein. Erstmals fand er am Fasnachtssamstag statt. Die Bündner Herrschaften waren vergnüglich im Vormarsch.
Viel Fell, viele Hörner. Ein Jägertrio mit «Chratte» am Rücken und allerlei Tannenreisig. Auch Wölfe hie und da, einer beklagt sich, man möge ihn nicht. SRF bi de Lüt macht Reportage. Zwei Gondeln werden für imaginäre Bergfahrten genutzt, ein Skilift hängt quer über dem Raum. Da kommen zwei gut gepolsterte HCD-Player in Gelb-Blau. Und Heini Hemmi. Ein Bobfahrer im hautengen Dress gibt bäuchlings Vollgas auf seinem Schlitten mit Rädli im Konfettigestöber. Ein plüschiger Bernhardiner steht gemütlich an der Bar. «S’Rinauers» als Steinböcke sind am Abtanzen, eine kecker als die andere. Diverse Schellenurslis in blauen Kutten und roten Kappen machen die Runde. Und wer ist das mit den kurzen, roten Latten? Ah, der Gigi von Arosa! Was ums Himmels Willen ist bloss los? Klar: Die Rickenbacher sind im Bündner Fieber. Viva la Grischa! Karbon und Kondition, am Zunftball gehts steil ab.
Zunftmeister Justin I. und seine Frau Lisa aus Trimmis haben den Rickenbacher Kreativfasnächtlern wieder alles entlockt. Und wer sich nicht mottogerecht verkleiden wollte, hatte auch sonst seinen Spass. Zum Beispiel als Schlumpf, Hippie oder Frosch. Alle waren gut drauf. Der Fischliball 2023 geht pelzig in die Annalen ein. Die Reporterin hat um Mitternacht ausgestempelt. Danach gabs Churer Röteli, und der Rest ist nicht dokumentiert.
Text und Bilder: Ursula Koch-Egli
«Viva la Grischa!» Weitere Impressionen vom Zunftball der Fischlizunft:
Bilder: uke