«Bisch nid elei uf dim Läbeswäg»
Der traditionelle Jodelgottesdienst von Silvester in Rain wurde dieses Jahr vom Jodelklub Neuenkirch mitgestaltet. Die Kirche war fast vollbesetzt.
Fast voll besetzt war die Pfarrkirche St. Jacobus Rain an Silvester um 17 Uhr. Auch von auswärts waren Freunde des Jodelgesanges angereist, um den Jahresausklang in Rain im Silvestergottesdienst mit dem Jodelklub Neuenkirch zu feiern. Der Jodelklub unter der Leitung von Urs Erni sang auf der Empore sehr stimmige Lieder wie «Uf e Wäg» oder zum Schluss «Mit dym Säge» von Jost Marty.
«Es war schon eine grosse Herausforderung unter den gegebenen Pandemiebestimmungen aufzutreten», erklärte der kompetente Leiter nach dem Gottesdienst, aber alle hatten sich gefreut in Rain zu diesem feierlichen Anlass aufzutreten. Und die Zuhörenden merkten nicht, dass die Jodelnden auf der Empore, gemäss Richtlinie mit Masken sangen. Für alle Anwesenden war es ein Genuss, wieder mal feierlichen Jodelgesang zu hören. Auch für Bernadette Studer aus Inwil: «Der Silvestergottesdienst in Rain mit den Jodelnden gehört für mich einfach zum Jahresschluss.»
«Lueg mol uf die chlyne Fröide, es chönnt e Perle sy»
Der stimmungsvolle Festgottesdienst bekam durch die Festpredigt von Pfarreileiter Erich Hausheer und die liturgischen Texte, die den Inhalt der Jodellieder wiedergaben, eine sehr tiefgründige Aussage. So sangen die Jodler «Lueg mol uf die chlyne Fröide, es chönnt e Perle sy» oder «Es git Momänte, wo du zwiiflisch, weisch nümm, ob itz söllsch wiitergoh….» Mit dem hoffnungsvollen Liedrefrain «Bisch nid elei uf dim Läbeswäg» gaben die Neuenkircher Gäste allen eine Botschaft mit ins neue Jahr. Der Pfarreileiter wünschte allen ein gesegnetes und erfülltes 2022 und bedankte sich am Schluss bei allen, die für die Pfarrei und die Kirchgemeinde arbeiteten und beteten. Zum Abschluss wie auch schon zum Einzug spielte das Alphornduo mit Andreas Erni und Thomas Eichenberger ein Instrumentalstück.
Text und Bilder: Margrit Leisibach Hausheer