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Biodiversitätsinitiative ist extrem und unverhältnismässig  

Der Luzerner Bäuerinnen- und Bauernverband und der Bäuerinnen- und Bauernverein Michelsamt beziehen Stellung zur Biodiversitätsinitiative. Sie beurteilen sie als unverhältnismässig. Mit der Strategie Biodiversität des Bundes seien die Grundlagen für die Förderung der Biodiversität bereits vorhanden.

Ruedi Barmettler, Präsident des Bäuerinnen- und Bauernvereins Michelsamt.

Die Biodiversität liegt der Landwirtschaft sehr am Herzen und wird von ihr stark gefördert. Bereits heute dient fast ein Fünftel der landwirtschaftlichen Flächen der Förderung der Biodiversität, seit dem Jahr 2000 sind die Biodiversitätsförderflächen um mehr als 60 Prozent gestiegen. Auch die Alpflächen sind äusserst artenreich. Die Landwirtschaft trägt somit schon jetzt erheblich zur Erhaltung und Förderung der Biodiversität bei. Anstatt noch mehr Flächen ausschliesslich der Biodiversitätsförderung zu widmen, sollten wir darauf hinarbeiten, den Nutzen der bereits vorhandenen grossen Flächen zu maximieren. Es geht dabei um mehr Qualität statt Quantität.

Mit der Strategie Biodiversität des Bundes und dem dazugehörigen Aktionsplan, welcher sich seit 2017 mit 26 konkreten Massnahmen in der Umsetzung befindet, sind die Grundlagen für die Förderung der Biodiversität bereits vorhanden. Ebenfalls hat der Bundesrat das BAFU beauftragt, einen Massnahmenplan für die zweite Umsetzungsphase ab 2025 bis Ende 2030 auszuarbeiten.

Auf kantonaler Ebene hat der Kantonsrat in der Januarsession 2020 den Planungsbericht Biodiversität mit grosser Mehrheit verabschiedet. Auch dieser Massnahmenplan mit 20 konkreten Massnahmen befindet sich in der Umsetzung.

Wir benötigen das in der Schweiz produzierte Essen für unsere Versorgung und streben eine höhere Nutzung erneuerbarer Energie aus dem Inland an. Durch eine Annahme der Initiative würde der Ausbau der erneuerbaren Energien ausgehebelt. Je weniger wir selbst produzieren, desto mehr müssen wir importieren. Dies verschlechtert unseren ökologischen Fussabdruck massiv. Jeder zusätzliche Import verlagert die Umweltauswirkungen ins Ausland, was wir nicht unterstützen dürfen.

Den Initianten schwebt laut ihrer Begleitkommunikation vor, 30 Prozent der Landesfläche unter diesen strengen Schutz zu stellen. Auch wenn die Umsetzung nicht exakt ihren Vorstellungen entsprechen wird, wird es zwangsläufig zu einer Vergrösserung der geschützten Flächen kommen.

Wer die Inlandversorgung nicht weiter schwächen möchte, stimmt am 22. September mit Nein zur extremen Biodiversitätsinitiative. Für Ihre Unterstützung dankt der Bäuerinnen- und Bauernverein Michelsamt.

Wir Michelsämter Bäuerinnen und Bauern sind die Letzten, welche eine intakte Biodiversität bekämpfen. Wir schützen und fördern diese in unserer täglichen Arbeit und arbeiten stets mit der Natur zusammen. Schenken Sie uns ihr Vertrauen, wir geben weiterhin unser Bestes.

Bäuerinnen- und Bauernverein Michelsamt





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