Skip to main content Skip to page footer

Besuchstag bei der Pfadi Neumöischter im Bula in Goms

Am regnerischen frühen Freitagmorgen begaben sich um die 40 Eltern und ein paar Geschwister der Pfadi Neumöischter an den Bahnhof in Beromünster. Ziel war das Goms, im schönen Wallis. Genauer gesagt, das Bundeslager der Pfadibewegung Schweiz, kurz Bula, welches nur alle 14 Jahre stattfindet.

Seit dem 23. Juli weilen sie bereits im Bula. Zumindest die Pfader, die Pios und die Leiter. Die Wölfe treffen dann in der 2. Hälfte im Bula ein. Der Besuchstag in Goms war von der 1. Minute geplant. Der Reiseführer, Peter Suter, informierte alle vor der Abfahrt nach Sursee über das Wichtigste. Es wurden Armbändel und Tickets verteilt. Zuerst ging es mit dem Postauto nach Sursee, danach mit dem Zug nach Luzern, umsteigen, und dann direkt nach Airolo. In Airolo wurde die Gruppe bereits von einem Bula-Helfer erwartet, welcher ihr den Bus zuwies. Damit fuhr sie hinauf durch das wundervolle Bedrettotal und hoch hinaus über den Nufenenpass Richtung Goms. Weiter unten war dann ein Blick über den Lagerplatz möglich. Da musste doch das eine oder andere Mami ein Tränchen wegputzen…

Blick über den Lagerplatz vom Nufenenpass her.

Der Bus fuhr direkt an den Lagerplatz. Dann hiess es Laufen. Was für eine riesige Zeltstadt. Man kam aus dem Staunen gar nicht mehr raus. Gigantisch, was hier auf die Beine gestellt wurde und einfach eindrücklich. Schön, dass es Menschen gibt, die sich ehrenamtlich für die Jugendlichen und Kinder einsetzen. Nach etwa 20 Minuten erreichten alle den Lagerplatz der Pfadi Neumöischter. Es wurde umarmt und begrüsst. Es freute sich Gross und Klein, Alt und Jung. Für viele gab es frische Wäsche. Die dreckige wurde eingepackt und kam mit nach Hause. Dank des trockenen Wetters sogar ohne viel Mief.

Der Lagerplatz ist eindrücklich aufgebaut. Es gab sogar einen Aussichtsturm. Jedoch machte das Wetter nicht so ganz mit. Unter dem Sarasani zog ein kalter Wind hindurch und es regnete. Zum Glück war der Wind nicht so heftig wie auch schon, und so konnte das Sarasani stehen gelassen werden. Das Küchenteam kochte für alle feine Spaghetti mit Sauce. Dieses Jahr auf Gas und nicht wie üblich auf Feuer. Die anhaltende Trockenheit führte im Wallis zu einem Feuerverbot.

Es wehte ein kalter Wind: Aussichtsturm und Sarasani.

Am Nachmittag hatten dann alle Zeit, um mit ihren Eltern das Bula zu besichtigen. Man lief und lief und lief… Petrus machte mit dem Regnen zum Glück eine Pause. Es gab so vieles zum Anschauen. Diverse Verpflegungsstände, ein alter Migros Wagen wie anno dazumal, diverse Stände mit Games, Festbeizen. Eigentlich ein riesen Open Air, welches zwei Wochen dauert.

Hier klatschen sich fremde Kinder gegenseitig beim Vorbeilaufen die Hand ab. Alle sind happy. Alle strahlen. Es scheint einfach allen gut zu gehen. Es fehlt ihnen an nichts. Ok, vielleicht fehlt manchmal Toilettenpapier. Aber das wars dann schon. Spätestens als man in einer Festwirtschaft sitzt und aus den Boxen Genderbüebu läuft, da wissen alle, hier sind wir definitiv im Wallis. Nach einem Crepe wird es dann leider bereits wieder Zeit zum Abschiednehmen. Zusammen geht es nochmals zurück zum Lagerplatz. Dort heisst es: «Auf Wiedersehen!» Nochmals wird das eine oder andere Tränchen vergossen.

Zurück geht es mit dem Zug direkt nach Andermatt. Danach die wunderschöne Schöllenenschlucht hinunter bis nach Göschenen. Und in Wassen wurde dann nicht wenig gelacht, als jemand meinte, der Stau auf der Autobahn sei Richtung Norden.

Kurz vor 23 Uhr kamen dann alle wieder in Beromünster an. Ein riesiges Dankeschön an den Reiseleiter und die gesamte Organisation. Ein solches Lager, egal ob klein oder gross, kann ohne ehrenamtliche Tätigkeit nicht durchgeführt werden. Danke an alle Leiter, an die Köche, und alle die etwas dazu beitragen, dass unsere Kinder wunderbare Kindheitserinnerungen mit durch ihr Leben tragen dürfen.

Das Küchenteam kochte für alle feine Spaghetti.
Blick vom Aussichtsturm über den Lagerplatz.

Text und Bilder: Susanne Marbot-Isch




Das könnte Sie auch interessieren