Autsch! – zum Glück ist das nicht echt
Moulage meets Kids: Am vergangenen Samstagmorgen fand eine Übung der Moulagegruppe des Samariter Rickenbach, Beromünster und Hildisrieden mit Kindern statt. Eine Übung einmal anders.
Grossmami mit Grosskind, Mami mit Kind oder Tante mit Nichte trafen sich zu einer spannenden Übung im Probelokal der Samariter Rickenbach. Die gestalteten Verletzungsmuster reichten vom Zeckenbiss über die Schnittwunde bis hin zur Schürfung. Es wurde ausprobiert, modelliert, gemalt und geklebt. Nach einer kleinen Znünipause ging es weiter und man getraute sich an einen Bluterguss mitten auf der Stirn oder an den ganzen Arm voller Schürfwunden.
Die Kinder gingen mit leuchtenden Augen nach Hause und der eine oder andere erzählte mit schelmischem Blick, dass er jetzt mit der Wunde zu Hause den Bruder oder Papi erschrecken werde. Moulagen sind farbige, dreidimensionale und lebensgrosse Abformungen von Körperteilen zur naturnahen Wiedergabe menschlicher Krankheitsbilder. Das Wort stammt von französisch «mouler», also formen, abformen.
Kunstblut, Spachtel und Co.
Regula Hiestand mit der Moulagegruppe führte souverän durch die Übung und mit ihren Tipps wurden die Verletzungen noch naturgerechter. Mit roter Farbe, Leim, Wachs, Hautfarbe und einem Apfelkern wurde der Zeckenbiss simuliert. Für die Schürfwunde benötigt man Vaseline, rote Farbe und Spachtel, Kunstblut und Kamm. Danach noch Sand und Sägespäne. Moulage, das ist die Kunst verbunden mit dem Lernen der Ersten Hilfe!
Text und Bilder: Sybille Stocker