Aufstockung der Schulanlagen
Am Sonntag, 27. August, wurden auf den Schlierbacher Schulanlagen die Kilbi, das 50-jährige Bestehen der Rochuskapelle und die Erweiterung der Schulanlagen gefeiert. Im Rahmen der Festivitäten hielten Gemeindepräsidentin Marina Graber, Regierungsrat Armin Hartmann und der Architekt des Erweiterungsbaus, Franz Troxler, Reden zur Neueröffnung und begleiteten den anschliessend Schulhausrundgang.
Das vergangene Wochenende war für die Gemeinde Schlierbach ein Grund zum Feiern: Kilbi, das 50-jährige Bestehen der Rochuskapelle und die Fertigstellung des Schulhauserweiterungsbaus. Die Festivitäten wurden von Jung und Alt rund um die Schlierbacher Schulanlagen zelebriert. So organisierte die Primarschule im Rahmen der Kilbi einen vielseitigen Parcours und Interessierte konnten im Anschluss an die Festreden den neuen Teil des Schulhauses auf einem Rundgang erkunden.
Aufstockung in 418 Tagen
Der Grundstein für die Schulhauserweiterung sei, so Gemeindepräsidentin Marina Graber, an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung vom 5. Juli 2022 gelegt worden. Damals genehmigten die Stimmberechtigten der Gemeinde Schlierbach einen Sonderkredit zur Erweiterung der Schulanlagen. Dabei wurde die bestehende Schulhausanlage (roter Anbau) um einen weiteren Stock aufgestockt. So konnten weitere Schulzimmer und Gruppenräume geschaffen werden, die für einen zeitgemässen Unterricht notwendig seien.
Für Schulleiterin Sarah Trüssel ist es eine grosse Freude, dass die zwischenzeitlich dringend benötigten Schulräume nun vorhanden seien. So könne der Unterricht fortan wieder ausschliesslich in Schulzimmern stattfinden und müsse nicht mehr auf den Gängen oder im Lehrerzimmer abgehalten werden. Trüssel ist froh, dass der Unterricht trotz Baustelle mehrheitlich störungsfrei weiterlaufen konnte und sich die Schüler auch den staubigen und teilweise sehr lauten Bedingungen anpassen konnten. Die ganze Lehrerschaft freue sich nun darauf, die modernen Zimmer schon bald mit Leben zu füllen und die Kinder zielführend durch die Primarschulzeit begleiten zu dürfen.
Wie dies zuvor schon die Gemeindepräsidentin getan hatte, lobte auch die Schulleiterin die Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro villaverde aus Schlierbach. Nichts sei dem Zufall überlassen worden, Wünsche der Schulleitung und des Elternrats seien berücksichtigt worden und auch die Handwerker hätten sich, unter anderem auch wegen des ausserordentlichen Einsatzes des Hauswarts, gut mit den speziellen Baubedingungen während des Schulbetriebs zurechtgefunden.
Skepsis überwunden
Für Franz Troxler, den Architekten der Schulhauserweiterung, sei das Projekt mit viel Herzblut verbunden gewesen. Seit Baubeginn habe jeden Tag jemand aus seinem Unternehmen die Baustelle besucht und betreut, um sicherzustellen, dass das oberste Ziel dieses Bauvorhabens, eine unfallfreie Bauzeit, eingehalten werden kann. Auch wollte er der anfangs vorhandenen Skepsis gegen das schnell realisierte Projekt entgegentreten und zeigen, dass das Projekt trotz ambitioniertem Zeitplan realisierbar sei. Es bleibe zu hoffen, so Troxler weiter, dass aus dem neuen Schulhaus viele Professoren und gescheite Leute hervorgehen.
Grusswort der Kantonsregierung
Der neu gewählte Bildungs- und Kulturdirektor des Kantons Luzern, Regierungsrat Armin Hartmann, bezeichnete den Neubau als Meilenstein für Schlierbach und gratulierte der Gemeinde in seinem Grusswort zur Vollendung des Projekts. Schlierbach könne Herausforderungen effizient und schnell realisieren und habe nun wieder Schulraum, der eine zeitgemässe Schulbildung ermögliche. Als Präsent für den gelungenen Anbau überreichte Hartmann der Schule Schlierbach im Namen des Regierungsrates einen Ausflugsgutschein im Wert von tausend Franken.
Hartmann hob in seinem Grusswort auch die geschichtliche Entwicklung der Schlierbacher Schule hervor. So sei die Schulbildung in Schlierbach immer am Puls der Zeit gewesen und auch die Bildungsqualität konnte immer gehalten werden. Dabei stand immer das Ziel, die Kinder auf weiterführende Schulen und auf die Berufswelt vorzubereiten, im Vordergrund.
Für den Vorsteher des Bildungs- und Kulturdepartements stünden nun im Bildungsbereich vor allem zwei Punkte auf der Agenda: Erstens wolle er die Bildung zurück ins Zentrum politischer Diskussionen bringen und zweitens sollen die politischen Entscheide zum Bildungswesen wieder vermehrt nachvollziehbar und logisch begründet werden, sodass auch deren Akzeptanz steige. Um dies zu erreichen, betont Hartmann: «Wir müssen erkennen, was die wirklichen Bedürfnisse ‹der Schulbildung› sind.» Das unterstreicht die Notwendigkeit, die Bedürfnisse der betroffenen Interessengruppen zu berücksichtigen, um fundierte Entscheidungen im Bildungsbereich treffen zu können.
Besichtigungsrundgang
Im Anschluss an die verschiedenen Reden konnten Interessierte das neue Schulhaus auf einem Rundgang erkunden. Dabei informierten der Gemeinderat, die Schulleitung und der Architekt über die verschiedenen Etappen des Projekts: Von der ausserordentlichen Gemeindeversammlung (5. Juli 2022) über die Baueingabe (29. September 2022) und die Erteilung der Baubewilligung (9. Februar 2023) bis hin zum Baustellenstart (23. Februar 2023) und der langersehnten Einweihung (27. August 2023). Gleichzeitig fand auf dem Schulhausareal und in der Rochuskapelle die Kilbi der Schule Schlierbach statt und die Anwesenden wurden in der Turnhalle musikalisch unterhalten und kulinarisch verpflegt.
Text und Bilder: Lars Bühlmann