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Auf Maximalforderungen beharren führt zu Stillstand

Unsere Gemeinde steht erneut kurz vor einer umstrittenen Abstimmung. Dabei stehen sich zwei scheinbar unversöhnliche Lager gegenüber, die sich fehlende Kompromissbereitschaft vorwerfen. Laut Duden handelt es sich bei einem Kompromiss um eine «Übereinkunft durch gegenseitige Zugeständnisse». Bei der Ortsplanungsrevision in Beromünster scheint es sich um die Quadratur des Kreises zu handeln. Um eine Lösung zu finden, die möglichst alle Parteien ins Boot holt, wurde die BGOP (Begleitgruppe Ortsplanrevision) ins Leben gerufen. Darin konnten die verschiedenen Gremien, Parteien und Interessengruppen Einsitz nehmen und aktiv an einer Kompromiss-Lösung mitarbeiten. Wenn sich jedoch einzelne Exponenten des Gegenkomitees frühzeitig aus der BGOP verabschieden oder gar nicht an den Sitzungen auftauchen, ist es schwierig, ihre Positionen in den Kompromiss einzubinden. Ich persönlich hätte gerne eine ökologisch nachhaltigere Ortsplanung. Die Umwelt- und Energiekommission hat ihre Beteiligung an der Lösungsfindung sehr ernst genommen und wir haben die Sitzungen der BGOP jeweils in der UEK vorbesprochen, sodass unser Mitglied eine konsolidierte Meinung der Kommission in die BGOP einbringen konnte. Einige unserer Vorschläge wurden berücksichtigt, viele nicht. Das gehört zum Wesen einer Kompromisslösung. Und auch wenn meine persönlichen Wünsche nicht vollumfänglich in die nun vorliegende Lösung aufgenommen wurden, stehe ich hinter der Vorlage. Denn nur durch Zugeständnisse jedes Einzelnen können wir uns weiterentwickeln. Wenn wir alle auf unseren Maximalforderungen beharren, führt dies zu einem Stillstand und Beromünster kann sich nicht an die Anforderungen einer veränderten Welt anpassen. Ich habe keine Angst vor fehlenden Grünflächen zur Naherholung, leben wir doch mitten in einem wunderschönen Naherholungsgebiet für viele Auswärtige. Ausserdem gibt es Auflagen für Bauprojekte, die die Qualität sichern und diverse Aspekte der Nachhaltigkeit adressieren. Deshalb braucht es viele Bürgerinnen und Bürger, die ein «Ja» für die Zukunft unserer Gemeinde in die Urne legen. Stimmen Sie JA und nutzen Sie die Möglichkeit, diesem weitgefassten Kompromiss zur Umsetzung zu verhelfen.

Ramona Thalmann-Hüsler, Präsidentin Umwelt- und Energiekommission




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