Arbeiten: Lust statt Last
Bei den Diskussionen über die AHV-Abstimmungen nervt mich das negative Bild von Arbeit als Last, Müssen, Qual, Zwang. Ich bin überzeugt, das entspricht nicht der Meinung der überwiegenden Mehrheit unserer Bevölkerung. Arbeit ist positiv, gibt Sinn, Einkommen und Erfüllung.
Wir brauchen Arbeit, wir wollen arbeiten. Das stimmen mir wohl sogar die Gewerkschaften zu. Wir werden heute aber gezwungen, mit 65 Jahren in Pension zu gehen, statt unser Wissen und Können weiterhin der Wirtschaft und damit dem Wohlstand unseres Landes zur Verfügung zu stellen – und persönlich weiterhin das zu tun, was man auch in den letzten 40 Jahren gerne getan hat: Arbeiten.
Das Rentenalter 65 ist seit 76 Jahren unverändert, während die Lebenserwartung um fast 10 Jahre gestiegen ist. In Sachen Rentenalter – und somit Finanzierung der AHV – kann es nur in Richtung nach oben gehen.
Mit der von Jungen lancierten Renteninitiative liegt ein vernünftiger Vorschlag auf dem Tisch. Es ist eine sanfte, langfristige Erhöhung auf 66 und dann die sinnvolle Koppelung an das Durchschnittsalter. Diese Initiative ist gut, ich stimme Ja.
Josef Wyss, Neuenkirch, Präsident Arbeitsgemeinschaft Wirtschaft und Gesellschaft AWG