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Am Samstag brennt das «Gregori-Füür» auf der Schanz

Schon seit vielen Jahrhunderten trifft man sich am 12. März auf der Schanz. Zu Ehren Papst Gregors, gestorben am 12. März im Jahre 604, wird dort jeweils das «Gregori-Füür» entzündet. 

Das «Gregori-Füür» ist ein Symbol für das Erwachen der Natur nach dem Winter.

Der Heilige war ein bedeutender Kirchenlehrer und gilt deshalb als Patron der Schuljugend. Eine alte schöne Legende erzählt, Sankt Gregor habe den Eltern und Lehrern verboten ihre Kinder mit Ruten oder Stöcken zu züchtigen und zu schlagen. Damit dieses Verbot auch wirklich eingehalten wurde, mussten alle Mütter, Väter, Lehrerinnen und Erzieher die Ruten und die Stöcke auf einen Platz bringen, wo sie verbrannt wurden.

Es ist eine schöne Sage, aber ähnliche Feuerbräuche in dieser Jahreszeit gibt es Unzählige. Sie alle haben einen ganz anderen Ursprung. Es war die Verabschiedung und das Verbrennen des kalten Winters und ein Fest zum Wiedererwachen der Natur. Der «Chienbäse»-Umzug in Liestal, das Zürcher Sechseläuten und das Lichterschwemmen in Ermensee, die alten Fasnachtsfeuer und selbst das kirchliche Osterfeuer sind nur einige Beispiele.

Der uralte Brauch des Gregorifeuers wird noch heute von der Fleckenzunft zu Beromünster gepflegt. Am Samstag, 12. März, um 19.30 Uhr, trifft man sich, Kinder und Erwachsene, auf einem abendlichen Spaziergang auf dem «Möischterer Hausberg». Alle sind herzlich eingeladen und willkommen. Für Getränke und etwas zum Grillieren ist gesorgt.

Text: Ludwig Suter / Bild: Archiv AZM




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