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Alles im Griff auf dem hinreissenden Schiff

Können die Rickenbacher ihre Turnshow noch toppen? Eigentlich nicht. Müssen sie auch nicht. Wenn eine Truppe wie sie zur Vorführung einlädt, ist die Halle stets pumpenvoll und kocht vor Begeisterung. So geschehen auch wieder am vergangenen Freitag. Die Wellen schlugen hoch.

 Abschlussbild mit Bombeneffekt: Lauter strahlende Gesichter nach zwei Stunden Turnshow im Kubus Rickenbach.


Für die Turnshow Ausgabe 2023 hat der DTV und STV Rickenbach ein seetüchtiges Programm zusammengestellt. Solide, kompakt und auf sicherem Kurs stach man mit 14 Darbietungen von grossen und kleinen Turnern und Turnerinnen in See. «Wir wollen Meer!», hiess es, und es gab mehr: Mehr Spass, mehr Show, mehr Können und noch mehr Begeisterung. Obschon, wie gesagt, dies in Rickenbach ja fast nicht mehr möglich ist.

Vom ersten Takt an in Fahrt

Vier Aufführungen an vier verschiedenen Daten werden gezeigt, die erste «Kreuzfahrt» fand bereits am vergangenen Freitag statt, drei weitere folgen dieses Wochenende. Wobei diese Fahrten gewohnheitsgemäss schon weit im Voraus ausgebucht sind. Bis auf den letzten Platz besetzt war der Kubus am 20. Oktober, und die Festwirtschaft lief schon ab 19 Uhr auf Höchsttouren. Für den Service, der teilweise selbst gleich auf der Bühne stand, eine sportliche Leistung. Das Publikum war gut bedient.

Als es kurz nach 20 Uhr dunkel wurde, ging es auf der Bühne erst richtig los. Vom ersten Takt an klatschten die Fans mit im Saal. Alle Nummern kamen Schlag auf Schlag und sicher eingeübt daher. Dazwischen spannen die beiden frisch angeheuerten Matrosen Hanna und Kusi (Melanie Dommen und Raphael Häggeli) keck und sympathisch den «Roten Faden» durch das vielseitige Seefahrts-Turnprogramm.

Seekrank wird niemand

Soll das Programm an dieser Stelle schon verraten sein, allen, die dieses Wochenende das Schiff noch besteigen, einen Platz ergattert haben auf der Kreuzfahrt der Superlative? Nein. Nur soviel: Seekrank wird niemand, ausser man bleibe im Nachgang zu lange in der Unversenk-Bar. Skorbut erleidet auch niemand, denn die «Vitamin-Spass»-Versorgung der Bordcrew ist hochdosiert. Wer das Meeresrauschen liebt, vernimmt es nach jeder Nummer als tosenden Applaus. Man ist in Sicherheit, denn die muskulösen Baywatch-Lebensretter in knappen Shorts sind allzeit bereit. Einfach nur zurücklehnen und die atemberaubenden Salti der Sprung-Sektionen geniessen! Wem das zu langweilig ist, der kann sich ja anheuern lassen bei den Putzfrauen der Aktivriege oder als Matrose beim Unihockey. Sicher ist, die Wellen schlagen hoch!

Mit Kennerblick

Im Publikum am Freitagabend sass übrigens auch Mathias Frank. Der gebürtige Rickenbacher verfolgte die Show mit Kennerblick. «Ich besuche diesen Turnerabend wirklich jedes Mal!», so der Turn- und Sportlehrer aus Sempach begeistert und ja, es seien inzwischen schon etwa zwanzig Jahre her, als er da noch selber mitgeturnt habe. «Das Gesamtprogramm war extrem stark», lobte er die aktuelle Show. «Es hat sehr viele Nummern und von allem etwas drin. Schwerpunkt ist aber eindeutig das Geräte- und Kunstturnen. Dieses ist von einer Qualität, die aus allem heraussticht!»

Wer nun keinen Platz mehr hat an Bord, keine Sorge: die nachfolgende Bilderstrecke gilt als Ersatzticket zur grossen Fahrt. Wollen Sie Meer? Einfach scrollen, mitfahren und geniessen.

Text und Bilder: Ursula Koch-Egli





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