AHV – ewige Baustelle
SVP-Übervater, alt Bundesrat Blocher, steht im Widerspruch zu seiner grössten Wählerschaft seiner Partei. Er nimmt das Reale vieler Rentner nicht ernst. Setzt er auf die Floskel «Jeder ist seines eigenen Glücks Schmied?» Sie zu enttäuschen, wäre politisch unklug. Was brennt fast einer halben Million Menschen im Geld-Paradies Europas auf den Nägeln? Die AHV-Rente. Ihnen reicht sie weder zum Leben noch zum Sterben. Etwas, was man sich nicht hätte vorstellen können: Menschen die in der Schweiz im Alter bedürftig sind.
Seit Jahrzehnten wird viel geschrieben, geredet, diskutiert zur AHV. Von rechts bis links stochern alle im AHV-Topf, so als suchten sie die berüchtigte Nadel im Heuhaufen als Zauberformel. Wir wissen, alle Volkswirtschaften haben zu kämpfen. Dem zum Trotz kann sich die Schweiz eine höhere AHV leisten. Was schlage ich vor? Anstelle einer 13. Vollrente setze ich auf die Win-win-Machbarlösung 50 Prozent Steuerbefreiung der AHV-Rente (wurde schon früher mit zwanzig Prozent praktiziert). Zur Beruhigung der Finanzministerin (ohne Steuer- und Mehrwertsteuererhöhung): Auch morgen wird noch genügend Geld zur Verfügung stehen, sofern unter Berns Kuppel endlich die aufgeblähten Departemente und deren monströse Bürokratie mit übergreifenden, strukturierten Prozessen arbeiten statt Steuergelder von mehreren hundert Millionen zu vernichten wie für die untauglichen IT-Insellösungen und anderes mehr. Was in Bern seit Jahren verbockt wurde und noch wird kostet die Steuerzahler wahrscheinlich mehr als der moderate Vorschlag der Steuerbefreiung. Wenn das Geld nur für das Allernötigste reicht und Politik Menschen mit nichts zu noch nichtiger macht, verdient sie im christlichen Sinn kein Vertrauen.
Manfred V. Urech, Sankt Erhard