Abstimmung über die Ortsumfahrung: Endlich klare Ausgangslage
Das kantonale Abstimmungsergebnis über die Umfahrung Beromünster war von vielen mit grosser Spannung, ja Anspannung erwartet worden. Am Sonntagnachmittag herrschte Freude über die Klarheit des Ergebnisses und dass diese wichtige Weichenstellung nun geschafft war.
Auch am Montagmorgen bei der konstituierenden Sitzung der ersten Session der neuen Legislatur war die Umfahrung ein grosses Thema bei vielen Parlamentariern. Fabian Peter, der designierte neue Regierungspräsident, sagte gegenüber dem «Michelsämter»: «Ich freue mich, dass wir nach Jahrzehnten der Planung die deutliche Zustimmung der Bevölkerung erhalten haben und nun weiter in Richtung Realisierung der Umfahrung arbeiten können. Das Ja freut die ganze Regierung und ist wichtig für Beromünster und die Region. Dass alle Gemeinden im Kanton zugestimmt haben ist ein starkes Zeichen.»
«Das Ja freut die ganze Regierung und ist wichtig für die ganze Region. Dass alle Gemeinden zugestimmt haben, ist ein starkes Zeichen.» Regierungspräsident Fabian Peter
Mit der Annahme der Vorlage durch die Stimmbevölkerung kann nun das Ausführungsprojekt erarbeitet werden. Die Realisierung wird frühestens 2025 starten, die Bauarbeiten dürften rund vier Jahre dauern. Das Projekt ist auf benachbarte Bauprojekte an den Kantonsstrassen K 57 und K 18 und auf weitere Projekte wie den Abbruch und Neubau des Pflegewohnheimes Bärgmättli und das Hochwasserschutzprojekt Wyna abgestimmt.
«Geschafft haben wir es schon», sagt Gemeindepräsident Hans-Peter Arnold auf Anfrage, «aber von Zurücklehnen keine Spur!» Denn mit dem Entscheid vom Sonntag sei gerade erst der neue Startstein gesetzt worden. «Jetzt geht es darum, weiterzuschauen mit dem Ziel, möglichst rasch mit bauen beginnen zu können», so Arnold. Naturgemäss konnten zwar viele im Flecken und im Kanton feiern, doch nicht alle. Nun macht sich das Gegnerkomitee stark für eine sofortige Umsetzung von Tempo 30 im Flecken «und zwar jetzt, nicht erst nach Inbetriebnahme der Umfahrung», wie es in der Mitteilung des VCS Schweiz heisst.
Die Übersicht zur nun geklärten Ausgangslage für die weiteren Schritte im Fokus auf den Seiten 2 und 3 des aktuellen Michelsämters und auf michelnews.
Karl Heinz Odermatt