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Abschlussarbeiten Schule Beromünster: 53-mal Flügel, um beschwingt ins Leben rauszugehen (mit Bildergalerie)

Am Dienstagabend dieser Woche präsentierten die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen ihre Abschlussarbeiten aus dem Projektunterricht. Der Anzeiger Michelsamt tauchte ein und traf auf auskunftsfreudige und hoch motivierte Schülerinnen und Schüler und Projektverantwortliche.


Selma Herzog begeisterte live am Flügel mit ihren perlend vorgetragenen Eigenkompositionen.


Neben der Ausstellung der Abschlussarbeiten gehörte auch die Planung und Erarbeitung eines selbstgewählten Themas und die Präsentation vor Publikum zum Gesamterlebnis. Dazu gab es einen Übungsdurchlauf mit individueller Rückmeldung für alle und eine benotete mündliche Präsentation, wo auch Eltern, Gotte/Götti, Grosseltern und weitere Gäste den grossen Moment miterleben konnten.  

Die Lehrpersonen des Projektunterrichts, Sabrina Walker, Seraina Troxler, Andrea Bucher und Vinzenz Graf, hatten wiederum einen tollen Anlass organisiert und die 53 Jugendlichen auf ihrem Weg begleitet. Die Hauptverantwortliche Sabrina Walker freute sich gegenüber dem Anzeiger Michelsamt: «So viele gelungene Projekte, so viel Herzblut! Und der Dank dafür ist dieser Anlass mit Dorffest-Charakter und Lob von allen Seiten. Es freut mich auch riesig, dass so viele Ehemalige da sind und alle so viel Identifikation mit der Schule zeigen.» 

Jede Arbeit eine individuelle Glanzleistung 

Hier exemplarisch einige der 53 individuellen Glanzleistungen: Selma Herzog komponierte fünf Stücke im Stil ihres italienischen Lieblingskomponisten Ludovico Einaudi und begeisterte damit live am Flügel. Man hätte ihr gerne noch viel länger als 10 Minuten zugehört. Ludovico Einaudi ist 1955 geboren und komponiert im Stil der Neoklassik, vergleichbar etwa mit Yann Tiersen. Auch Musikkenner trauten kaum ihren Ohren, wie Selma Herzog ihr perlendes Klavierspiel beherrscht und jedem und jeder Freude an der Musik vermittelt. Silvan Meier verblüffte und begeisterte vor dem Schulhaus mit seinem eindrücklichen, riesigen Viehwagen für Schafe. Die Schafe dazu hat er auch gleich angeschafft. Er ist für seine Lehre in der Schlosserei von Moritz Felix jedenfalls bestens gerüstet. Gil Röthlin hat mit «Beromünster damals und heute» viel Beobachtungsgabe und journalistischen Spürsinn bewiesen. Die Gegenüberstellung von historischen Bildern mit dem gleichen Blickwinkel heute ist spannend und aufschlussreich. Vivien Schönbächler ist durch Tiktok auf ihr faszinierendes Thema «Ein Blick in die Unendlichkeit» gekommen. Floristin ist ihr Berufsziel nach einem Hauswirtschafts-Zwischenjahr. Und die Fantasie aller Besuchenden angeregt hat sie schon heute. Jonas Guthauser hat eine effektvolle Trennwand mit LED-Licht entwickelt. Er zitiert in seiner schriftlichen Arbeit dazu Frank Lloyd Wright: «Der Preis des Erfolgs ist Hingabe, harte Arbeit und unablässiger Einsatz für das, was du erreichen willst.» Und schliesslich Mark Twain, der augenzwinkernd erkannte: «Gäbe es die letzte Minute nicht, so würde niemals etwas fertig werden.» 

Das Klischee bestätigt oder eben gerade nicht?

Auf die Frage, wie viel Zeit für die Arbeit aufgewendet wurde, kam von «seit Februar fast jedes Wochenende» bis zu «da werden schon einige Stunden zusammengekommen sein» alles Mögliche. Interessant war zu sehen, ob die selbstgewählten Herausforderungen mit dem anvisierten Lehrberuf korrespondieren. Von «Volltreffer» bis zu «Null Prozent Übereinstimmung» gab es auch da alles. Bei den Boys sind Gaming-Tische, selbstgebaute PCs und selbstentwickelte PC-Spiele hoch im Kurs. Bei den Mädchen Gestalterisches wie Handlettering, Kunstkarten, Malerei, Kochen und Backen angesagt. Und natürlich gibts immer auch das Mädchen, das einen Steinbrunnen entwickelt, und den Jungen, der T-Shirts kreativ bedruckt. Zum Schmunzeln Anlass gab etwa Finn Burkhardts «2-in1 Gaming- und Lerntisch». Ob er wohl mehr zum Gamen oder zum Lernen verwendet werden wird...  

Sogar die grössten Schlitzohren freuen sich mit

Eine Lehrerin meinte gegenüber dem Anzeiger Michelsamt: «Ich bin jedes Jahr wieder beeindruckt. Es ist so schön, die verborgenen Talente, die im Schulalltag nicht immer ans Licht kommen, mal zu sehen. Und die Jugendlichen sind dann immer so anständig und freuen sich, wenn man sich für ihr Projekt interessiert, sogar die grössten Schlitzohren. Auch ist es immer wieder eine Zusammenkunft von ehemaligen Schüler:innen, die wohl erste Sehnsüchte nach der Schule verspüren. Ich bin selber die ersten paar Jahre nach der Schule auch immer schauen gegangen.»

Jetzt haben die Jungen Flügel, um beschwingt ins Leben rauszugehen...


Silvan Meier verblüfft und begeistert mit seinem Viehwagen für Schafe. Er ist für seine Lehre jedenfalls bestens gerüstet.  


Sarah Furrer hat sich ein Wandregal gezimmert und designt, ein lang gehegter Wunsch von ihr.
Sienna Rast hat einen Rucksack mit passendem Etui und Kosmetiktasche designt und genäht.



Gil Röthlin hat mit «Beromünster damals und heute» viel Beobachtungsgabe und journalistischen Spürsinn bewiesen.
In allen Innenräumen und bei diesem Wetter natürlich auch auf dem Aussenareal war stets ein emsiges Gewusel.
Die Jugendlichen gaben geduldig und konzentriert Auskunft über ihre Überlegungen und die erarbeiteten Projekte.  
Der angehende Landwirt Noah Stadelmann hat ein Festessen für 16 Personen ausgerichtet und erzählt gerne darüber.
Aline Rüegg bewies viel gestalterisches Talent mit «Fensterblick».
Luna Spitaleri hat eine Weltkarte aus Holz entwickelt und kann dank dem transparenten Meer dahinter posieren.  
Olivia Sophia Weber hat eine kreative Kartenvielfalt entwickelt. «Welcome little one» ist grad ihr Lieblingssujet.  
Paco Imbach hat zum Thema «fit und gesund» ein Buch erarbeitet und kredenzt Gesundes.
Der angehende Polymech Gaven Schüpfer (links) hat etwa 70 Stunden in eine Simson S50 B1 investiert. 
Lynn Bühlmann hat ein Handlettering-Anleitungsbuch entwickelt und sich das Handlettering selber beigebracht.  
Die angehende Bäckerin/Konditorin Lorena Näf posiert neben ihrer Staffelei mit ihrem sehr gelungenen Selbstporträt.  
Jara Galliker wird die Coiffeusen-Lehre machen. Sie zeigt viel fotografisches und gestalterisches Talent und Leidenschaft für Pferde.
Vivien Schönbächler ist durch Tiktok auf ihr Thema «Ein Blick in die Unendlichkeit» gekommen. Floristin ist ihr Berufsziel.
Rina Kajtazi hat ihr eigenes Modell des Sonnensystems entwickelt und dabei viel gelernt.
An vielen Ständen gab es etwas Selbstgemachtes zu degustieren, was die Verweildauer erhöhte.
Noe Schurtenberger stellte engagiert ihr Ökosytem Aquaponik mit Forellen und Kräutern vor. 
Überall sah man interessierte, in Gespräche und Unterlagen vertiefte Angehörige und Gäste.
Nico Rast mit seinem Cosplay-Kostüm, in das er auch gerne selber reinschlüpfte.
Selma Herzog gab auch gerne Auskunft über ihre Leidenschaft für das Klavierspiel und fürs Komponieren.


Jonas Guthauser mit seiner effektvollen Trennwand mit LED-Licht.


Text und Bilder: Karl Heinz Odermatt




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