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25 Jahre Inferno: Jetzt wird drei Tage durchgefeiert 

Das Inferno in Rickenbach feiert seinen 25. Geburtstag. Drei Tage ist im feuerroten Take-Away-Restaurant an der Menzikerstrasse die Hölle los. Doris «Dörle» Müller freut sich auf ein pumpenvolles Haus: vom 18. bis 20. November, mit Food und Sound für jeden Geschmack.

Los gehts: «Dörle» und ihr ganzes Inferno feiern am Jubiläum drei Tage durch.

«Nach diesen drei Tagen werde ich kaputt sein – aber ich bin hart im Nehmen!», sagt Doris Müller mit schelmisch blitzenden Augen. Ja, das ist sie – und das wissen auch all die «harten Jungs», die bei ihr schon fast zu Hause sind. Seit 25 Jahren kennt die Inferno-Wirtin ihre Stammgäste, weiss, wie sie ticken, wann sie welchen Drink mögen, wer zwei Zucker nimmt zum Kaffee oder keine Zwiebeln im Burger. Und genau das schätzen die Büezer, Guugger, Malerinnen, Oldies, Teenies und sonstigen Burger-Liebhaber bei «Dörle» am meisten: dass sie bei ihr genau so sein können, wie sie sind. «Von jung bist fast scheintot» seien ihre Gäste, lacht die 63-jährige Rickenbacherin, womit sie meint, dass sämtliche Generationen bei ihr einkehren. Wenn sie donnerstags jeweils öffnet, ist es fast so, als kämen ihre Schäflein heim. Die lassen dann bei ihr zwischen Küche und Theke die Woche Revue passieren, und Dörle hört ihnen zu. In den vergangenen 25 Jahren wurde das Inferno für viele fast zu einer Stube, einem Treff, einem Ort zum Herunterfahren, Austauschen und auch mal ordentlich auf den Putz zu hauen. Wenns dann mal zu hoch hergeht, muss die Wirtin ihren Jungs nur einen Blick zuwerfen – und schon ist wieder gut. Die kennen nämlich Dörles Blicke.

Bis auch die Unermüdlichen müde werden

Zum 25-Jahr-Jubiläum wird nun beim Inferno-Festival drei Tage durchgefeiert! Freitag und Samstag ist Open End und am Sonntag bis 23 Uhr offen – das sollte auch die Unermüdlichen müde und die Unersättlichen satt machen. Wenns am Freitag mit Voltage Arc rockig zu und hergeht, sind Burger mit Frites angesagt. Am Samstag steigt mit DJ Boombastic die 90er-Party, dazu gibts klassisch Wurst-Käse-Salat, Vegi-Nuggets und Co. Und wenns dann am Sonntag so richtig heimelig wird mit der Ländlermusik «z’viert (4)» und dem Seemannschor, wird Raclette aufgetischt. Damit die Hütte nicht aus den Nähten platzt, wenn auch noch Guuggen und sonstige Fans aufkreuzen, wird auf dem Vorplatz schon mal ein Festzelt erstellt. Eine kompakte Sache dürfte das werden.

Zu verkaufen: Eine Legende

«Ich freue mich und hoffe, dass die Leute auch kommen», sagt Doris Müller und fügt augenzwinkernd an: «Weitere 25 Jahre werde ich ja nicht mehr machen.» Die Aufmerksamen haben es gemerkt: Das rote Restaurant inklusive Wohnung an der Menzikerstrasse ist im Internet zum Kauf ausgeschrieben. «Ich bin offen und schaue, was passiert. Cool wäre natürlich schon, wenn es im gleichen Stil weiterginge!», sagt die kreative, gelernte Bauzeichnerin mit Flair für auffällige Dekorationen. Eines ist aber klar: Egal wie es nach Dörles Ära weitergeht, ihr «Inferno» ist bereits jetzt schon eine Legende.

Text und Bilder: Ursula Koch-Egli




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