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20-Jahre-Jubiläum der «Krause Glucken» im Gweyhuus

Das 20-Jahre-Jubiläum der «Krause Glucken» im Gweyhuus in Rickenbach war genau so wie man sie kennt: Fulminant, amüsant, rasant – zwei Stunden fröhliche Unterhaltung.

20 Jahre «Krause Glucken»: Das Jubiläumskonzert im Gweyhuus hielt was es versprach, fulminant, amüsant, rasant.

Interview-Termin in der Garderobe der Künstlerinnen vor dem Konzert: Angespannte Stimmung, Nervosität, abwartende Stille. Erste Frage: Wie kommt es, dass man nach über 600 Auftritten immer noch nervös ist? «Heimpublikum», kommt es aus allen drei Mündern herausgeschossen, «Freunde, Bekannte, das ist ganz was anderes als irgendwo ein Engagement.» Und schon beginnt es zu fliessen. Man braucht nur noch die Stichworte einzuwerfen und schon sprudelt es. «Euer lustigstes Erlebnis?» gibt über 10 Minuten Gesprächsstoff und geht von Kuhmist über den Fritschivater zum Spruch: «Was, öppis z’Trenke wender ou no?» Die Zeit vergeht im Fluge und der Reporter muss raus, damit sie sich auf ihren Jubiläumsauftritt konzentrieren können.

Über 600 Auftritte und ein Interview-Termin in der Garderobe.


Musikalisch, Komödiantisch, Chaotisch: Professionelle Un-Perfektheit

Thomas Wyss, Präsident des Kulturforums Rickenbach, ist stolz auf die Konzerte der Krausen Glucken in seinem Lokal. «Sie sind ein Garant für ein volles Haus!» Bis auf den letzten Platz ist das Gweyhuus Rickenbach gefüllt. Als die drei Krausen Glucken den Konzertsaal betreten, ziehen sie alle sofort in ihren Bann. Präsentiert wird ein Querschnitt durch die verschiedensten musikalischen Stilrichtungen, von Chanson über Tango bis zu Mambo Number Five. Es wird Italienisch, Französisch, Englisch, Deutsch, Mundart gesungen; Solo, zwei- oder dreistimmig. Dazu wird viel gute Laune verbreitet mit Sprüchen, Verkleidung und Theatereinlagen. Köstlich, wenn Cordula als Henne ein Ei gebärt. Klamauk während der Stücke, Chaos dazwischen: Instrumente suchen, runterfallende Noten, Schminke auf-/abtragen und das Kostüm hängt nicht da, wo es sein sollte. Man weiss nie: Gehört das nun zum Programm oder ist das improvisiert. Egal! Jedenfalls haben die drei selbst sehr viel Spass und das überträgt sich automatisch auf das Publikum.

Das perfekte Trio

«Das perfekte Paar» war vor drei Wochen im Theater Neudorf; hier kann man vom perfekten Trio sprechen. Die drei Damen ergänzen sich absolut ideal. Susanne Müller ist der musikalische Kopf. Sie legt das musikalische Fundament mit dem Piano oder der Handorgel, welche sie professionell beherrscht. Cordula Caminada steht mit ihrer spitzen Zunge und ihrem variantenreichen Minenspiel im Mittelpunkt. Ihre starke Stimme hat das gewisse Etwas, das einen in Bann zieht. Zur Abwechslung greift sie für einen Solopart zum Saxophon. Karin Limacher ist für die kleinen Höhepunkte zuständig. Ihr Geigenspiel – ob klangvoller Country, ungarische Virtuosität oder französischer Charme – unterstützt den Charakter der verschiedenen Stücke; auch wenn sie am improvisierten Schlagzeug den Takt vorgibt oder mit der lauten Posaune dazwischenschränzt. Und im komödiantischen Zusammenspiel mit Cordula laufen beide zu Höchstform auf.

Zusatzkonzert

Als Ergebnis dieser Bühnenharmonie resultieren zwei Stunden beste Unterhaltung mit Komik, lustigen Einlagen, musikalischen Highlights und überraschenden, ganz starken ruhigen Momenten. Kurzweilige Unterhaltung, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Was, Sie waren nicht dabei, weil die drei Konzerte so schnell ausverkauft waren? Sie haben noch eine Möglichkeit. Ein Zusatzkonzert am Freitag, 12. Januar 2024, in Egolzwil (info@vereinspektrum.ch). Aber beeilen Sie sich, sonst bleibt Ihnen nichts anderes übrig als die Krausen Glucken selbst zu engagieren … was Sie bestimmt nicht bereuen würden.

Cordula Caminada.
Karin Limacher.
Susanne Müller.

Markus Bucher




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