12. Sänderparty mit 2500 Festfreudigen: Die Party des Jahres im Michelsamt! (mit grosser Bildergalerie)
Die legendäre Sänderparty, wie immer vortrefflich organisiert von der Landessenderjugend, ging dieses Jahr bereits zum 12. Mal über die Bühne. Das diesjährige Sänderparty-Motto «Dream World» weckte grosse Erwartungen und Emotionen. Die Erwartungen wurden vollauf erfüllt. Das Volk von 16 bis 70 Jahren kam aus der halben Schweiz in die Lindenhalle.
«Der Traum wurde wahr – tatsächlich können Sie ein Cüpli auf der Rooftop-Bar an der diesjährigen Sänderparty geniessen!» teilte die Landessenderjugend im Vorfeld mit. Tatsächlich: Es gab Partystimmung in der «Galaxy» mit DJ Ref JD und die DJ-Frau LUNAX als Headliner, dazu die «Green Forest Disco Hall», das Festzelt für die jüngsten Partybesucher mit DJ Dr. Sommer Soundsystem, plus die «WonderBAR», ein dreistöckiger Holzelementbau, mit DJ RoniR. «Wir haben diese wunderbare Holzkonstruktion an der Badenfahrt entdeckt und konnten sie hier fachgerecht wieder aufstellen», sagt OK-Präsident Gabriel Schmidlin stolz. Eindrückliches Detail: Wie bringt man den Getränke-Nachschub in den 2. und 3. Stock der Rooftop-Bar? Mit einem Baustellenlift vor dem Fenster.
Die Anwohner vorbildlich einbezogen
Schon am Nachmittag folgten 30 Leute der Einladung zum Nachbarapéro und genossen von der Rooftop-Bar die Sicht auf die Alpen. Man spürt, dass die Landessenderjugend auch für die Information und Einbindung der Anwohner sehr viel unternimmt. Ein Anwohner sagt: «Es gibt immer wieder Vorkommnisse, vor allem beim Kommen und Gehen, aber man steht im Dialog und wird ernst genommen.» Man spürt die positive Grundhaltung der Anwesenden, dass die Jungen eine Party des Jahres verdienen, und dass beim Organisieren eines solchen Events und beim Verantwortung übernehmen sehr vieles gelernt werden kann.
Apropos Organisation: Das elfköpfige Komitee setzt sich wie folgt zusammen: Gabriel Schmidlin (OK-Präsident), Fabian Wandeler (Vize-OK-Präsident, Ansprechperson Öffentlichkeit), Renato Schürch (Festwirt), Marlene Jost (Finanzen), Angela Wandeler (Aktuarin, Personal), Eveline Furrer (Kommunikation, Werbung, Ansprechperson Öffentlichkeit), Adrian Stocker (Bauchef), Lars Estermann (Zelt/Bar), Roman Simmen (Zelt/Kafistobe), Manuel Müller (Zelt/Bar), Tobias Wey/Stv. Linus Arnold (Halle/Bar).
Die Rusch-Büeblä rocken die Kafistobe
Auch für die schon etwas älteren Festbesucher gabs eine grosse Attraktion: Die Kafistobe mit Unterhaltung durch das Ländlertrio «Rusch-Büeblä». Der 70-jährige Nüderefer Tony Emmenegger war begeistert von der Stimmung und lobte das Engagement der Jungen für ein sicheres, verantwortungsvolles und gut organisiertes Fest.
Auch heuer wurde wieder Wert auf eine mottogerechte Gestaltung und Dekoration gelegt. Light & Music Rent GmbH von Renggli ist seit vielen Jahren der Partner und hat wieder 20 Tonnen Technik verbaut. Sehr wichtig sind auch alle sicherheitstechnischen Aspekte. Die Feuerwehr kam auf Inspektion vorbei. Feuerwehrkommandant Armin Dörig sagt gegenüber dem «Michelsämter»: «Die Landessenderjugend hat ein vorbildliches Konzept und ebensolche Umsetzung inkl. Notfallplan und Notstromaggregat.»
Electrodance trifft auf Pop und Ländler
In der Galaxy werden zum Aufwärmen von DJ Ref JD auch Pophits gespielt, etwa «Hit Me One More Time» von Britney Spears, was auch ältere Festbesucher mögen. Im Verlauf des Abends werden immer mehr Electrodance-Versionen von Titeln gespielt, die vor allem bei den ganz Jungen hoch im Kurs sind. Meist können diese kaum wissen, dass die ursprünglichen Songs aus den 70ern oder 80ern sind, oder sogar auf alten Volksliedern basieren. Jedenfalls passt der Mix, und die Stimmung ist total friedlich, zuweilen kommt auch etwas Ekstase auf. Die Stroboskopgewitter sind eindrücklich und passen vorzüglich zum Sound, der nicht jedermanns Sache ist, aber halt ideal zum Abdancen und Lebensfreude erleben. Um Mitternacht trat der Hauptact auf, die DJ LUNAX. Sie hat die Stimmung zum Kochen gebracht. Anschliessend hat DJ Ref JD wieder übernommen. Die Stimmung von 19 Uhr bis 4 Uhr morgens hochzuhalten, ist eine echte Kunst. Offenbar ist dies hier vollauf gelungen.
Das Vereinshighlight der Landessenderjugend
«Die Vereinsmitglieder haben wieder mit viel Engagement und Herzblut die mottogerechte Deko gebastelt, Extrastunden für die Bar geleistet und einfach genial mitgearbeitet. Zudem ist es unser Vereinshighlight, das extrem wichtig ist für den Zusammenhalt. Es entsteht eine unglaublich tolle Power. Die weiteren Vereinstätigkeiten sind einfach immer genial mit dieser Truppe – tolle Freundschaften sind entstanden», schwärmt Eveline Furrer gegenüber dem «Michelsämter».
Das Fazit des Events aus Sicht des OK? Gabriel Schmidlin sagt: «Das OK ist überaus zufrieden, wie es gelaufen ist. Es hat alles so geklappt wie geplant, wir hatten keine nennenswerten Zwischenfälle. Zum ‹Afterwork› trafen wir uns traditionell in der Chommle und haben auf den Erfolg angestossen. Am Debriefing werden wir alles genau analysieren und weiteres Verbesserungspotenzial für die nächste Sänderparty eruieren. Wir sind uns bewusst, dass wir ein hohes Mass an Toleranzbereitschaft verlangen und wir nur einer von vielen Anlässen sind, die Emissionen auf dem Areal verursachen.
Ohne die Leidenschaft von jedem einzelnen der 81 Mitglieder der Landessenderjugend wäre dies alles nicht möglich. Wir durften zudem 26 Neumitglieder willkommen heissen in den letzten drei Jahren. Die Erfolgsgeschichte geht weiter.»
Text und Bilder: Karl Heinz Odermatt