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103. Luzerner Kantonales Schwingfest Nottwil: Die Arena für «die Bösen» steht schon

Seit neun Tagen wandelt sich die Sportarena des SPZ Nottwil Stück für Stück zur Königsarena, die vom 12. bis 14. Mai mit Schwinger gefüllt sein wird, die im Sägemehl um Kränze kämpfen werden. 18000 Liter Bier stehen der Festwirtschaft zur Verfügung, um während des kommenden Wochenendes den Durst der besuchenden Schwingerfans zu stillen.

Sechs Tribünen verschaffen den Zuschauenden in Nottwil einen grossartigen Blick auf das Geschehen.


9000 Würste, 2300 Gipfeli und 18000 Liter Bier wurden für das diesjährige kantonale Schwingfest angeschafft, das in Nottwil beim Schweizer Paraplegiker-Zentrum (SPZ) stattfindet. Vom 12. bis 14. Mai tummeln sich auf der zur Schwingarena umfunktionierten Sportarena bekannte Schwinger, die sich im Sägemehlring spannende Duelle liefern werden. Auch Nachwuchstalente haben am Samstag die Chance, ihr Können zu zeigen.

600 Helfer im Einsatz

Diese Woche erfolgte der Aufbau der Tribünen und weiteren Festzelten, dieses Wochenende werden sich diese mit Zuschauenden füllen können. Rund 60 Arbeiter bauten diese Woche die insgesamt sechs Tribünen und mehreren Zelte für die Festwirtschaft auf, damit diese ab Freitag einsatzbereit sind. Den Betrieb der Festwirtschaft während des Schwingfests unterstützen rund 600 Helferinnen und Helfer. Darunter viele, welche das Pensionsalter bereits erreicht haben sowie Mitglieder von Schwingklubs. Beim Aufbau der Zelte und Tribünen war auch der Zivilschutz engagiert.

Sechs Tribünen sind in runder Form um das Herz des Areals – die Schwingarena – platziert. «Die Positionierung der Tribünen erinnert an ein eidgenössisches Schwingfest. Wir haben diese beim kantonalen Schwingfest auch so platziert, um allen Besuchenden einen optimalen Blick auf die insgesamt sieben Sägemehlringe gewährleisten zu können», erklärt OK-Präsident René Künzli. «Da der Entlebucher Joel Wicki Schwingerkönig wurde, nahmen wir bei der Planung des kantonalen Schwingfests eine ansteigende Nachfrage an Sitzplätzen an, daher wurden 900 Plätze mehr geschaffen», so René Künzli weiter. Tickets für einen der insgesamt 7500 Plätze auf einer der Tribünen oder für einen Stehplatz gibt es fast keine mehr. «An der Tageskasse vom Sonntag kann jedoch vielleicht noch eines für den grossen Tag der antretenden Schwinger ergattert werden», fügt Künzli hinzu. Der OK-Präsident erwartet für das kommende Wochenende ganz im Sinne des Schwingsports schönes Wetter und rund 15000 Besucher und Besucherinnen.

Gastronomie

Bereits vor vier Jahren begann das Organisations-Komitee das kantonale Schwingfest 2023 unter der Leitung von OK-Präsident René Künzli zu planen. Der gebürtige Aargauer hat bereits in seinem Heimatkanton ein Schwingfest auf die Beine gestellt. Eine Herausforderung beim diesjährigen kantonalen Schwingfest in Nottwil sei die Gastronomie, wie René Künzli betont. Einige Steamer und 23 Kühlwagen brauche es für die warmen Speisen und kühlen Getränke, was wiederum mehr Strom als erwartet benötigt. Auch die Küche des SPZ werde während des Schwing-Wochenendes im Einsatz sein. Laut René Künzli führe man den Betrieb des SPZ aber vollumfänglich weiter, dieser soll von der Sportarena nicht eingeschränkt werden. Als einzige grössere Massnahme wurde das Trainingscenter des SPZ in eine Gabenstätte für das Schwingfest und die Schwinger verwandelt. Auch in der Eingangshalle wurde in einer Ecke ein kleines Schwingerstübli eingerichtet, dass öffentlich zugänglich sein wird. Dass das Trainingscenter, das mit dem grossen Raum und der Fensterfront einen tollen Ausblick auf die Sportarena bietet, während des Wochenendes für das kantonale Schwingfest genutzt werden kann, ist der Flexibilität und Grosszügigkeit der querschnittgelähmten Spitzensportler- und sportlerinnen zu verdanken, die ihre Trainingseinheiten vorübergehend in einem anderen Raum des SPZ absolvieren.

Tribüne ist rollstuhlgängig

René Künzli ist seit 26 Jahren Leiter Dienste im SPZ Nottwil und verfolgt ständig das Ziel, die Sportanlage des SPZ belebt zu halten. «Das Thema Begegnung ist wichtig, besonders im Bezug zum SPZ. Wir wollen Inklusion leben. Das kantonale Schwingfest vor unserer Tür hat bereits Interesse bei rollstuhlfahrenden Bewohnenden und Patienten geweckt.» Eine der sechs Tribünen ist ebenso als Fussgänger, wie auch mit dem Rollstuhl zugänglich.

Stefanie Zumbach




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