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100 Prozent Einsatz und lauter Gewinne

Am vergangenen Wochenende zeigte der STV Beromünster dreimal ein kompaktes Showprogramm quer durch alle Riegen. Vom drolligen Kitu bis zum hochkarätigen Geräteturnen wurde in elf Nummern dem Publikum voll sprühender Begeisterung beste Unterhaltung geboten. Es klatschte mit im Dauertakt.

Bingo! Drei gleiche Früchte! Das Publikum hat gewonnen – an einer Show, wo es nichts zu verlieren gab.

Die Turnshow des STV Beromünster versprach mit «All In» ein Glücksspiel zu werden, und das wurde sie auch. Gemäss den Originaltönen und fröhlichen Gesichtern gab es eigentlich nur Gewinne zu verbuchen nach drei ausverkauften Vorführungen vom Freitag, Samstagnachmittag und Samstag in der Mehrzweckhalle Beromünster. Unter dem Motto «Hundert Prozent Einsatz – volles Risiko» zeigten elf Riegen ihre einstudierten Darbietungen im Takt von Musik und Blitzlicht. Die auf der Bühne strahlten, und die im Publikum strahlten zurück – ein Fest für alle, zu verlieren gab es bei diesem Einsatz nichts. 

«Cool, wenn alle klatschen!»  Geräteturnerin Emely genoss das Rampenlicht.

Atemberaubende Tuchakrobatik

Während die Kleinsten ihre ersten Hüpf- und Balanceakte herzerwärmend zum Besten gaben, ging es bei den Grösseren schon schlagfertiger zur Sache. Es wurde getrommelt, geturnt und getanzt, alles zum Thema Roulette, Geld und Gewinnspiele. «Showtime» hiess es mit der Läuferriege, die mit Verkleidung und Spass verschiedene Kinohits vorführten. Das Leiterinnenteam ging dann aber voll auf Risiko. Ein riesiger Spielautomat war gebastelt worden, woraus drei Personen Früchte herausstreckten, das Publikum wurde zum Gewinnspiel animiert – und hatte, welch Glück, gleich drei gleiche Früchte erzielt. Die Stimmung war locker und aufgewärmt am Samstagabend, bei jeder Nummer wurde eifrig mitgeklatscht im Takt. Und der ging schnell. Flugs ging es zur Pause, doch zuvor wurde noch das erste geräteturnerische Highlight gezeigt mit viel Akrobatik der jüngsten Geräteturnerinnen K1 bis K3. Herausragend im wahrsten Sinne war die Tuchakrobatik von zwei Mädchen, die sich an langen Tüchern bis zur Hallendecke emporwanden und eine atemberaubende Darbietung hoch in der Luft vorführten.

Am Vertikaltuch: Artistik pur über den Köpfen der Zuschauer.  Bild: furep


«Schade, dass der Turnerabend immer dann aufhört, wenn er am schönsten ist!» fand Petra Herzog nach der letzten Show am Samstagabend.

Moderator verschwunden

Moderatorin Jolien führte zusammen mit Oli durch den Abend, leider ging Oli aber in der Pause verloren und niemand wusste, wo der Co-Moderator war. Bis «auskam», dass er beim Pokern kläglich versagt hatte und nun im Keller gefesselt sass. Gottlob setzte das Publikum seinen ganzen Einsatz auf ihn, so wurde er wieder befreit. 

Im zweiten Teil des Abends wurde es dann gefährlich mit den Kick&Dance-Frauen, die als Bond-Girls in Hemd und Krawatte eine satte Tanzshow hinlegten. Ebenso ansprechend und peppig kam das Modern Dance hinüber mit eistudierten Moves zu einer knackigen Choreo.

Die weissen Hände, die sich im Neonlicht vor schwarzem Grund synchron bewegten, gehörten zur Männerriege und überzeugten als optisch gelungener Kontrapunkt zur bewegten Glanzlicht-Show. Dass «Mann» mit blossen Händen das Turnshow-Motto «ALL IN» formen kann, merkten die Zuschauer spätestens jetzt, und ihr Applaus war gross.

(Fast) synchron: Optischer Kontrapunkt der – etwas schwer zu erkennenden – Männerriege.


Nicht Geld, sondern Turnen macht glücklich

Die Geräteturnerinnen gelten seit Jahren als Glanzstück der «Möischterer» Turnshows. Kein Wunder, bewegt man sich da doch auf einem Schweizermeisterschafts-Niveau. Das K4 und K5 ging am Stufenbarren auf die «Jagd nach dem Geld», doch dass nicht Geld, sondern Turnen glücklich macht, sah man den jungen Akrobatinnen an. Das finale Feuerwerk boten schliesslich die Turnerinnen K6/KD und K7, sie boten als «mischende Karten» mit ihrer Kombination aus Tanz und Akrobatik einen wirbelnden und fulminanten Schlusspunkt der Show.   

«Es ist verrückt: Vier Monate proben für fünf Minuten auf der Bühne!» Evamaria zur Verhältnismässigkeit des zeitlichen Aufwands.
Sie wirbelten durch die Luft wie mischende Jasskarten – hier perfekt gereiht und bereit fürs Spiel.


Das «grosse Miteinander»

«Schade, dass der Turnerabend immer dann aufhört, wenn er am schönsten ist!», meinte STV-Mitglied Petra Herzog im Anschluss an die Show. Die Kitu-Leiterin war auch im Service tätig und kam wie alle andern dort ordentlich auf Touren. Das «grosse Miteinander» sei für sie an den Turnerabenden des STV Beromünster immer sehr stark spürbar. «Diese gemeinsame Show verbindet Generationen», sagte sie, «und beim Schlussbild auf der Bühne habe ich immer Hühnerhaut!»

Das Turnshow-OK zeigte sich äusserst zufrieden, von Hühnerhaut blieb es verschont. Abgesehen von einer Bar, die infolge Schneefalls am Donnerstag nicht hatte geliefert werden können und deshalb in den Keller der Mehrzweckhalle verlegt werden musste, verlief alles reibungslos. «Die Stimmung war super und wir sind froh, dass alles gut über die Bühne gegangen ist», sagte Christian Nistl im Anschluss an die Show. OK-Chef Patrick Curschellas ergänzte, es sei ein Riesenaufwand, der sich aber lohne. «200 auf der Bühne und ein voller Saal: Es ist immer schön zu sehen, wie die Leute mitmachen!»

Schlussbild mit Tanzeinlage: Die STV-Turnshow ist für alle jedesmal ein unvergessliches Erlebnis.


Die Sache mit dem Rampenlicht

Cornelia, die zusammen mit Andrea Regie führte über den ganzen Ablauf, betonte die gute Zusammenarbeit im Verein. «Alle helfen einander!», sagte sie erfreut. Und Geräteturnerin Emely war stolz, dass sie den Salto zweimal gestanden hatte und nur einmal aufs «Füdli» gefallen war. Sie fand es besonders «cool, wenn alle klatschen!» Etwas anders empfand dies Hans, der zwar grosse Freude hat am Turnen, aber «nicht unbedingt gerne» auf der Bühne steht. Ihm war es recht, als Männerriegler in der schwarzen Maske nicht erkannt zu werden.

Evamaria war eines der tanzenden Bond-Girls und brachte die Bedeutung vom Erlebnis Turnshow auf den Punkt. «Es ist schön, zu zeigen, was wir machen und mit dem Publikum unsere Freude teilen zu können!» Seit dem Sommer hätten sie für diese Vorführung intensiv geübt. «Es ist verrückt: Vier Monate proben für fünf Minuten auf der Bühne!» Aber das Schönste sei, meinte sie strahlend: «Es schweisst uns als Team extrem zusammen!» 

Gefährliche Bond-Girls, die Freude im Visier: Darbietung der Kick&Dance-Frauen.


Ursula Koch-Egli


Weitere Impressionen der Turnshow 2024 des STV Beromünster vom 22. und 23. November in der Mehrzweckhalle Beromünster:



Bilder: uke




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